Warendorf wird zur Märchenkulisse
Ein einzigartiger Puppenfilm entsteht
Warendorf – Christian Confer und Jana Mersch von Kluck Kola haben sich schon mit vielen kreativen Ideen einen Namen gemacht, doch ihr neuestes Projekt übertrifft alles bisher Dagewesene: Ein Märchenfilm, der komplett in Warendorf spielt und mit handgefertigten Puppen erzählt wird.
Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Film entstand in Zusammenarbeit mit dem renommierten Figurenschneider Norman Schneider. Mit ihm haben Confer und Mersch bereits erfolgreich die Spukgeschichten rund um die Puppe „Der Graf“ realisiert. Dass Schneider sich auch für das neue, deutlich größere Projekt begeistern konnte, ist für das Duo ein echter Glücksfall. Schneider ist eine wahre Koryphäe in seinem Fach: Seine kreativen Finger haben bereits Charaktere wie den berühmten Raben Rudi und das Sandmännchen zum Leben erweckt.
„Normalerweise kommen Kunden mit sehr genauen Vorstellungen zu mir. Bei diesem Projekt ist das anders, denn hier darf ich die Gestaltung aktiv mitgestalten“, zeigt sich Schneider begeistert. In liebevoller Handarbeit entstehen so über 20 verschiedene Puppencharaktere für den Film – jede mit eigenem Charme und Detailreichtum. Einige dieser Figuren werden sogar von mehreren Puppenspielern gleichzeitig bedient, um ihnen noch mehr Lebendigkeit zu verleihen. Die aufwendige Herstellung erfordert je nach Komplexität über 200 Arbeitsstunden pro Puppe.
Auch im Bereich der Puppenspieler konnte Kluck Kola einen echten Profi gewinnen: Jürgen Tombers aus Köln, bekannt für seine Arbeit als Puppenspieler von Käpt’n Blaubär, ist ebenfalls mit an Bord. „Es war wirklich schwer, jemanden für dieses Projekt zu finden“, gesteht Confer. Doch dank Schneiders Kontakten konnte Tombers schnell für das Projekt begeistert werden. „Norman und ich kennen uns von verschiedenen Projekten, und es macht einfach Spaß, mit ihm zu arbeiten“, so Tombers.
Am vergangenen Wochenende hatte auch die Warendorfer Bevölkerung die Chance, Teil dieses ambitionierten Projekts zu werden. In der Gerichtsfuhlke wurden die ersten Massenszenen gedreht, bei denen zahlreiche Warendorfer als Statisten mitwirkten. Vorab durften sie im Fundus der Altstadtfreunde nach passenden Requisiten stöbern, um den Szenen das richtige historische Flair zu verleihen.
Die Begeisterung und der Einsatz aller Beteiligten machen Christian Confer und Jana Mersch besonders stolz. „Es ist beeindruckend, wie viele Menschen unentgeltlich und mit so viel Herzblut bei der Sache sind“, erzählt Mersch. Auch die Verpflegung am Drehtag wurde von Warendorfer Unternehmen gesponsert: Ein kräftiger Eintopf vom Alten Gasthaus Wiese und Getränke vom Scala, wo der Film auch seine Premiere feiern soll.
Bis zur Premiere gibt es jedoch noch viel zu tun. „Wir haben bisher vier Drehtage abgeschlossen und werden mindestens noch zehn weitere benötigen“, rechnet Confer vor. Danach beginnt die intensive Nachbearbeitung: Der gesamte Film muss geschnitten und vertont werden. Dazu gehören nicht nur Geräuscheffekte und Musik, sondern auch die Vertonung der Puppen durch Synchronsprecher. Das Ziel ist ambitioniert: Bis Weihnachten nächsten Jahres soll der Film fertig sein. „Das ist eine große Herausforderung, denn alle arbeiten nebenbei und es ist nicht leicht, alle Beteiligten zeitlich unter einen Hut zu bekommen“, so Confer.
Doch trotz aller Herausforderungen sind sich alle Beteiligten einig: Das Ergebnis wird die Mühe wert sein. Die Leidenschaft und das Herzblut, das in dieses Projekt fließt, versprechen einen Märchenfilm, der nicht nur Warendorf verzaubern wird.
Bürgerstiftung unterstützt die faszinierende Kreativarbeit
Klaus D. Ende und Bernhard Austermann von der Bürgerstiftung gesellten sich dabei unter die „Langnasen“, die an diesem Drehtag dominierten und unterstützen dieses wunderbare Projekt mit einer Spende in Höhe von 500,00 Euro.
Die faszinierende Kreativarbeit wird von der Bürgerstiftung auch weiterhin begleitet, entspricht es doch dem Geist der Bürgerstiftung, ehrenamtliches Engagement im Sinne
der Allgemeinheit und der positiven Entwicklung Warendorfs zu entdecken und zu fördern.













