28. Mai 2023 / Allgemein

Warendorfer Kirchengemeinde organisiert Spendentransport

Aktion Kleiner Prinz unterstützt den Sendentransport in die Ukraine

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Warendorfer Kirchengemeinde organisiert Spendentransport

Aktion Kleiner Prinz unterstützt den Sendentransport in die Ukraine

„Es ist schon enorm, was die Warendorfer Kirchengemeinde und besonders die Eheleute Tim und Natscha Chajka auf die Beine stellen, um den Menschen in der Ukraine zu helfen“, erklärt Sylvia Oertker, Vorsitzende der Aktion Kleiner Prinz. Sie ist anwesend, als gerade für einen weiteren Transport Hilfsgüter auf einen LKW verladen werden, die von der Kinderhilfsorganisation entweder finanziert wurden oder durch Sachspenden von Bürgerinnen und Bürgern aus Warendorf und Umgebung zusammengekommen sind. „Babynahrung und Windeln sind wichtig für die Mütter der Kleinsten, und Feuchttücher werden sozusagen in Gold aufgewogen“, so Natascha Chajka. „Man muss sich vorstellen, dass die Menschen in den umkämpften Gebieten oft kein sauberes fließendes Wasser haben. Die Soldaten sitzen tage- oder sogar wochenlang in ihren Gräben. Für die ist es ein Teil Menschenwürde, das sie wiedererlangen, indem sie sich reinigen können.“ 

Was geschieht nun mit den Spenden auf dem LKW? „Sie werden, nachdem unser Fahrer die schwierigen Formalitäten an der Grenzen hinter sich gebracht hat, nach Kiew gefahren“, erläutert Tim Chajka. „Dort sorgt unsere Vertrauensfrau Oksana Stankevitschus für das Management und die Logistik. Sie ist als ehemalige Organisatorin von Kinderferiencamps dafür hervorragend geeignet und außerdem in den Freien Gemeinden der Ukraine sehr gut vernetzt. Diese Gemeinden geben ihr ständig Rückmeldungen darüber, wo Hilfe besonders gebraucht wird, wo Alte oder Mütter mit Kindern von fast nichts leben müssen.“ Die Gemeindezugehörigkeit oder überhaupt die religiöse Ausrichtung spiele bei der Verteilung der Hilfsgüter keine Rolle. „Jedem wird geholfen, soweit uns das möglich ist.“ Aber gibt es denn in den umkämpften frontnahen Gebieten überhaupt noch Menschen, die dort wohnen? „Leider ja“, so Chajka. „Im Osten der Ukraine leben noch viele Menschen. Sie haben kein Geld, oft keinen Pass, wissen nicht, was sie im Westen, den sie nicht kennen, erwartet, und bleiben in ihren Ruinen. Die sind das letzte Stück Normalität, an das sie sich klammen. Zwar hat vielleicht in ihrem Garten eine Bombe einen Trichter gerissen, aber drum herum bauen sie etwas Gemüse an, das kaum zum Überleben reicht. Und obwohl man es hier bei uns für ausgeschlossen hält, leben auch noch Tausende von Kindern unter diesen Umständen.“ Für diese Kinder sei es besonders wichtig, dass ihnen zum Beispiel durch Spielgeräte ein Stück Alltag vermittelt werde, der ihnen Hoffnung gebe. „Deshalb sind wir auch so glücklich über die teils gespendeten, teils von der Aktion Kleiner Prinz gekauften Trampolins“, freut sich Natascha Chajka. „Sie lassen die Kinder, wenn auch nur für Momente, die Kriegssituation vergessen.“

Natascha Chajka wird dem Transport folgen und die Zuteilung der Spenden von der Ukraine aus weiterverfolgen. Das sei die christliche Solidarität, die sie und ihr Mann dem Land, aus dem er stammt, erweisen möchten. Weitere Transporte werden in Zusammenarbeit mit der Aktion Kleiner Prinz folgen.

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