„Warendorfer Mischung“ geht in die nächste Runde
Jetzt heimische Wildblumen säen und Artenvielfalt fördern
Warendorf. – Die „Warendorfer Mischung“ blüht weiter auf! Bereits im sechsten Jahr verteilt der Kreis Warendorf gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden kostenlos Samentütchen mit einer besonderen Wildblumenmischung – und das mit großem Erfolg. Hunderte Gärten und Grünflächen im Kreisgebiet haben sich inzwischen in kleine Insektenparadiese verwandelt. Jetzt geht die Aktion in eine neue Runde, und auch in diesem Frühjahr heißt es wieder: Mitmachen, säen, Vielfalt schaffen!
Die Samenmischung enthält ausschließlich heimische Wildpflanzen wie Glockenblume, Wilde Möhre oder Königskerze. Warum das so wichtig ist, erklärt Daniela Puppe von der Unteren Naturschutzbehörde: „Heimische Pflanzen sind der Schlüssel für eine artenreiche Tierwelt. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für spezialisierte Insekten, die ohne diese Pflanzen keine Chance hätten.“
Dass das Konzept funktioniert, zeigt ein Projektversuch in Warendorf. Auf einer ehemals eintönigen Rasenfläche wurde im Rahmen des Aktionsbündnisses für Artenvielfalt die Warendorfer Mischung ausgesät – mit beeindruckendem Ergebnis: Bereits nach kurzer Zeit wurden dort 27 Wildbienen- und 12 Schmetterlingsarten gezählt, darunter auch bedrohte Arten wie die Vierbindige Furchenbiene oder die Glockenblumen-Scherenbiene, die auf ganz bestimmte Blüten angewiesen ist.
„Wer heimische Wildblumen sät, schafft nicht nur ein buntes Blütenmeer, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, so Puppe. „Jede Fläche zählt – ob im Garten, auf dem Balkon oder am Straßenrand.“
Die Samentütchen der Warendorfer Mischung werden aktuell wieder von den Städten und Gemeinden des Kreises kostenlos ausgegeben – solange der Vorrat reicht. Pro Haushalt werden maximal zwei Tütchen ausgegeben. Eine ausführliche Anleitung zur Aussaat und Pflege liegt bei.
Der richtige Zeitpunkt zur Aussaat ist jetzt im Frühjahr bis Mai oder alternativ im Spätsommer von August bis September. Wichtig: In den ersten Wochen nach der Aussaat sollte auf ausreichende Bewässerung geachtet werden – besonders bei trockenem Wetter. Später kommen viele der Pflanzen auch mit Trockenheit gut zurecht.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, ein Stück Natur zurück in ihre Umgebung zu bringen. Weitere Informationen zur Verteilung finden Sie auf den Webseiten Ihrer Stadt oder Gemeinde sowie in den örtlichen Pressemitteilungen.
Artenvielfalt beginnt im eigenen Garten – machen Sie mit!













