Heimspiel im Theater am Wall
Warendorfer Talente kehren als Profikünstler zurück
Warendorf - Für viele von ihnen begann alles auf der Bühne des Theaters am Wall. Hier standen sie erstmals im Rampenlicht, sammelten Erfahrungen bei Schulmusicals, Theater-AGs oder hinter den Kulissen im Technik- und Caféteam. Heute sind sie professionelle Künstlerinnen und Künstler und arbeiten auf den Bühnen und in den Kulturhäusern Deutschlands. Ende Juni kehren sie nun für ein ganz besonderes Projekt zurück an ihre Wurzeln.
Unter dem Titel „Heimspiel“ verwandelt sich das Theater am Wall am 27. und 28. Juni in einen Ort der Begegnung, der Erinnerungen und der künstlerischen Vielfalt. Neun ehemalige TaW-Akteure, die inzwischen erfolgreich in den unterschiedlichsten Bereichen der Kulturszene tätig sind, stehen gemeinsam auf der Bühne und zeigen dem Publikum, wohin ihr Weg sie geführt hat.
Mit dabei sind Rebecca Blanz, Julia Grüter, Hermann Bedke, Helge Zumdieck, Ricarda Kreutz, Sebastian Kurz, Sören Sarbeck, Lucia Zamolo und Michael Kantrowitsch. Sie alle verbindet nicht nur ihre Heimatstadt Warendorf, sondern auch ihre ersten künstlerischen Erfahrungen im Theater am Wall.
Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Projekt entstand bereits vor rund zwei Jahren. Angestoßen wurde sie von Tänzer Max Wallmeier und Opernsängerin Rebecca Blanz. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des TaW entwickelte sich daraus ein Konzept, das ehemalige Weggefährten wieder zusammenführt und die Vielfalt ihrer heutigen künstlerischen Arbeit sichtbar macht.
Das Publikum darf sich auf einen abwechslungsreichen Abend freuen, bei dem unterschiedliche Kunstformen miteinander verschmelzen. Songs, Monologe, Opernarien, Jazz, Lichtkunst und live entstehende Illustrationen sorgen für ein außergewöhnliches Bühnenprogramm. Off-Broadway-Musical trifft auf zeitgenössische Klassik, Auszüge aus „La Bohème“ und „Così fan tutte“ begegnen moderner Dramatik, während Lichtdesign und Livezeichnungen neue visuelle Akzente setzen.
Doch „Heimspiel“ ist mehr als nur eine künstlerische Präsentation. Die Mitwirkenden möchten dem Publikum auch einen persönlichen Einblick in ihren Berufsalltag geben und zeigen, warum sie sich für den oft herausfordernden Weg in die Kulturbranche entschieden haben.
„Wir möchten deutlich machen, welchen Wert Theater als Ort des gemeinsamen Erlebens, Nachdenkens und Fühlens für unsere Gesellschaft hat“, erklärt André Auer, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins des Theater am Wall und selbst ein ehemaliges TaW-Eigengewächs.
Das Interesse an der Veranstaltung ist bereits jetzt enorm. Die Premiere am Samstagabend ist seit längerer Zeit ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage haben sich die Künstler daher entschlossen, am Sonntag, 28. Juni, um 17 Uhr eine zusätzliche Vorstellung anzubieten.
Für viele Besucher dürfte „Heimspiel“ nicht nur ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern werden, sondern auch eine beeindruckende Reise durch die Warendorfer Kulturgeschichte. Schließlich zeigt das Projekt eindrucksvoll, welche Talente aus der Emsstadt hervorgegangen sind – und welche Bedeutung das Theater am Wall für ihre Entwicklung hatte.
Tickets für die Zusatzvorstellung sind über die Homepage des Theater am Wall, die Tourist-Information sowie die bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.













