9. Juni 2026 / Allgemein

Warendorfs Sportelite im Rampenlicht

Sportlerehrung 2025: Die Emsstadt feiert ihre Champions

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Sportlerehrung 2025: Die Emsstadt feiert ihre Champions

Warendorfs Sportelite im Rampenlicht

Warendorf - Im festlich hergerichteten Sophiensaal standen am gestrigen Abend die Menschen im Mittelpunkt, die mit Leidenschaft, Disziplin und großem Engagement den Sport in Warendorf prägen. Insgesamt 24 Sportlerinnen und Sportler wurden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet. Die Ehrungen nahm Bürgermeister Peter Horstmann persönlich vor.

Zum Auftakt des Abends erzählte Horstmann eine kleine Begebenheit aus seinem Alltag. Bei einer Joggingrunde um den Emssee sei er gemeinsam mit seiner Partnerin vom Vorsitzenden des Stadtsportverbandes, Peter Huerkamp, beobachtet und anschließend für den sportlichen Einsatz gelobt worden. „Es war keine außergewöhnliche Leistung, aber die Anerkennung hat trotzdem gutgetan“, erinnerte sich der Bürgermeister schmunzelnd.

Genau darum gehe es auch bei der Sportlerehrung: Menschen wahrzunehmen, ihre Leistungen wertzuschätzen und ihnen für ihren Einsatz die verdiente Bühne zu geben. „Warendorf lebt als Stadt des Sports von seinen Athletinnen und Athleten, von engagierten Trainerinnen und Trainern sowie von zahlreichen Ehrenamtlichen“, betonte Horstmann.

Mit diesen Worten eröffnete der Bürgermeister einen Abend voller Anerkennung und Wertschätzung.

Michael Venne – Ein Leben für den Tauchsport
Den Auftakt der Ehrungen machte Michael Venne vom Tauchverein Bluering Warendorf. Seit mehr als drei Jahrzehnten prägt er den Tauchsport in Warendorf. Als leidenschaftlicher Sporttaucher und späterer Tauchlehrer hat er zahlreiche Tauchsportler ausgebildet und begleitet.

Besonders beeindruckend waren seine Leistungen im Apnoetauchen, bei dem er mit nur einem Atemzug bis zu vier Minuten unter Wasser bleiben konnte. Trotz der Diagnose ALS im Jahr 2022 bleibt Michael Venne ein Vorbild für Durchhaltevermögen und Engagement. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit und seinen außergewöhnlichen Einsatz für den Tauchsport wurde er ausgezeichnet.

Michael Venne

Milo Schlautmann – Das Motorsporttalent aus Warendorf
Beim nächsten Geehrten handelt es sich um eines der vielversprechendsten Motorsporttalente Deutschlands. Der erst elfjährige Milo Schlautmann sitzt seit gerade einmal vier Jahren im Kart – doch schon früh war klar, dass in ihm ein außergewöhnliches Talent steckt.

Seine motorsportliche Laufbahn begann beim AC Warendorf, wo er im Kartslalom schnell für Aufsehen sorgte. Mehrere NRW-Meistertitel und starke Platzierungen bei Deutschen Meisterschaften waren der verdiente Lohn für seinen Ehrgeiz und sein Können.

Anschließend wagte Milo den Wechsel auf die Rundstrecke – und dort setzte sich seine Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort. Gefördert durch den ADAC gewann der junge Kartpilot neun seiner ersten zehn Rennen und fuhr einmal auf den zweiten Platz.

Milo Schlautmann

Weltmeister aus Warendorf
Mit Maximilian Lammering wurde auch einer der erfolgreichsten Sportler der Region ausgezeichnet. Der Spieler des BBC Münsterland, Warendorfs einzigem Bundesligaverein, kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Als mehrfacher Deutscher Meister und Weltmeister gehört er zu den besten Athleten seiner Sportart.

Bereits als Jugendlicher kam er zum BBC Münsterland und entwickelte sich dort unter Trainer Marcel Fedde zu einem treffsicheren Leistungsträger und echten Führungsspieler. Auch im Trikot der Nationalmannschaft übernimmt er Verantwortung und zählt zu den wichtigsten Spielern seines Teams.

Maximilian Lammering

Erfolgreiche Turnerinnen der Warendorfer SU
Gleich doppelt durfte sich die Turnabteilung der Warendorfer Sportunion über eine Auszeichnung freuen. Den Anfang machten Mirja Flatau, Pauline Niehoff, Lieke Niehoff, Ronja Bredebusch, Priska Zülsdorf und Alina Gauss, die für ihren Aufstieg in die WTB-Verbandsliga geehrt wurden.

Mit großem Ehrgeiz, technischem Können und beeindruckenden Leistungen an den Geräten legten die Turnerinnen den Grundstein für den Meistertitel und den verdienten Aufstieg. Dabei zeigte sich vor allem eines: Der Erfolg war das Ergebnis eines außergewöhnlichen Teamgeistes.

Turnen WSU

Ein wichtiger Teil dieser Erfolgsgeschichte ist Trainerin Christiane Bischof. Seit vielen Jahren begleitet sie die Turnerinnen auf ihrem sportlichen Weg und vermittelt ihnen nicht nur Technik, sondern auch Disziplin, Durchhaltevermögen und Leidenschaft für den Sport.

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Der Mann hinter dem Team
Als freundlichen Helfer, Organisator und Motivator am Beckenrand kennt man Richard „Ritchie“ Rauer weit über die Grenzen der Schwimmabteilung der Warendorfer Sportunion hinaus.

Seit vielen Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für den Verein und hat insbesondere die Wassersportarten mit Ball entscheidend mitgeprägt. Ob Aquaball, Wasserball, Mannschaftsausstattung oder Teamkleidung – Ritchie findet stets eine Lösung und setzt sich dafür ein, dass die Schwimmabteilung bestmöglich aufgestellt ist.

Richard Rauer

Jana Finke setzt Maßstäbe im Springsport
Wenn in Warendorf Sportlerinnen und Sportler geehrt werden, darf natürlich auch der Reitsport nicht fehlen. Eine der Ausgezeichneten war Jana Finke, die seit Jahren zu den erfolgreichsten Nachwuchsreiterinnen der Region zählt.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte der Sieg bei den Bundeschampionaten in Warendorf. Zudem wurde ihr fünfjähriges Springpferd „Arcassio“ mit dem Titel „Horse of the Year“ ausgezeichnet.

Jana Fink

Überraschungssieg für Hoetmar
Die nächste Auszeichnung ging an eine Sportklasse der Dechant-Wessing-Schule aus Hoetmar. Beim 49. Loburger Waldlauf sorgten die Schülerinnen und Schüler mit außergewöhnlichen Teamleistungen und starken Einzelergebnissen für eine echte Überraschung.

Unter 21 Schulen und rund 1.250 Teilnehmern setzte sich das Team gegen die starke Konkurrenz durch. Zum ersten Mal in der Geschichte des traditionsreichen Waldlaufs durfte die Dechant-Wessing-Schule den Siegerpokal für die erfolgreichste Schule mit ins Golddorf nehmen.

Dechant Wessing Schule

Michelle Holtrup fährt aufs Podium
Hausaufgaben erledigen oder mit Vollgas durch den Matsch auf der Autocross-Strecke fahren? Vor dieser Entscheidung steht Michelle Holtrup aus Freckenhorst regelmäßig.

Die junge Motorsportlerin kämpfte sich mit fahrerischem Können, hoher Konzentration und bemerkenswerter Nervenstärke auf den dritten Platz der Deutschen Meisterschaft. Ein Erfolg, der in einer Motorsportdisziplin, die traditionell von Männern geprägt wird, besonders herausragt.

Michelle Holtrup

Deutscher Meister im Modernen Fünfkampf
Der Moderne Fünfkampf hat in Warendorf eine lange und erfolgreiche Tradition. Mit Nico Junxuan Xiao wächst nun die nächste Generation erfolgreicher Athleten heran.

Der erst 13-Jährige arbeitete sich mit großem Fleiß und Ehrgeiz an die Spitze seiner Altersklasse und krönte seine Entwicklung mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Nico Junxuan Xiao

Jahrzehnte im Dienst des Sports
Ehrenamt ist weit mehr als ein Hobby – es ist Verantwortung, Leidenschaft und oft ein zweiter Beruf. Genau dafür steht Angelika Schmiele.

Seit 1982 ist sie eng mit dem TuS Freckenhorst verbunden und hat den Sport in Freckenhorst und im gesamten Warendorfer Stadtgebiet nachhaltig geprägt. Auch heute engagiert sie sich weiterhin als Vorstandsmitglied im Stadtsportverband.

Angelika Schmiele

Die „Milchbubbis“ vom Laurentianum
Die nächste Ehrung galt vier jungen Tischtennistalenten des Gymnasium Laurentianum. Ole Renkert, Henri Benefader, Luis Kalisch und Jonas Köster wurden von ihrem Schulleiter augenzwinkernd als die erfolgreichsten „Milchbubbis“ der Emsstadt bezeichnet.

Beim Milch-Cup, Europas größtem Tischtennis-Schulwettbewerb, sicherten sie sich gegen rund eine halbe Million Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Titel des Vizelandessiegers.

Milchbubbis Laurentianum

Ein Leben im Wasser
Eine weitere Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt der 98-jährige Fritz Henke. Der leidenschaftliche Schwimmer blickt auf eine beeindruckende Karriere mit zahlreichen deutschen Meistertiteln und internationalen Erfolgen zurück.

Zu den Höhepunkten zählt die Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1993 in Sindelfingen.

Fritz Henke

Viermal Gold auf dem Einrad
Dass Warendorf zu den Hochburgen des Einradsports gehört, bewies einmal mehr die 13-jährige Frieda Lackmann aus Einen.

Bei den Deutschen Meisterschaften sicherte sie sich gleich vier Titel und gewann darüber hinaus gemeinsam mit ihrem Team weitere Medaillen.

Frieda Lackmann

Auszeichnung für ein Lebenswerk
Für seine außergewöhnlichen sportlichen Leistungen und sein beeindruckendes Lebenswerk wurde der 85-jährige Johannes Bettenbühl ausgezeichnet.

77 absolvierte Marathonläufe und insgesamt 3.241 gelaufene Kilometer sprechen für seine außergewöhnliche Ausdauer und Leidenschaft. Seine Laufkarriere führte ihn unter anderem nach New York, Venedig, Stockholm und Berlin.

Johannes Bettenmühl

Warendorf kann stolz sein. Die Sportlerehrung zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die sportlichen Erfolge in der Emsstadt sind – vom Nachwuchstalent bis zum Weltmeister, vom Ehrenamtler bis zum Deutschen Meister. Hinter jeder Auszeichnung stehen unzählige Trainingsstunden, Leidenschaft und Menschen, die ihren Sport leben.

Ihnen allen galt an diesem Abend der verdiente Applaus.

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