Weniger Unfälle – mehr Verkehrstote bei uns im Kreis
Kreis Warendorf mit unterdurchschnittlicher Unfallhäufigkeit im Münsterland
Warendorf – Bei der Kreispolizeibehörde Warendorf wurde am Nachmittag die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2024 vorgestellt. Landrat Dr. Olaf Gericke und der Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz und Verkehr, Polizeidirektor Johannes Schütze, konnten dabei auch einige positive Entwicklungen vermelden: So verzeichnete der Kreis Warendorf im vergangenen Jahr die niedrigste Unfallhäufigkeit je 100.000 Einwohner im Vergleich zu den anderen Münsterlandkreisen.
„Unsere Zahlen liegen auch unter dem Landestrend“, betonte Landrat Dr. Gericke beim Blick auf die Statistik. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist.“
Weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten – aber mehr Todesopfer
Im Jahr 2024 registrierte die Kreispolizeibehörde 877 Verkehrsunfälle mit Personenschaden – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2023: 945). Dabei verloren 13 Menschen ihr Leben (2023: elf), 125 wurden schwer (2023: 167) und 739 leicht verletzt (2023: 767).
Unfallzahlen unter Landesschnitt – Warendorf mit bester Quote im Münsterland
Die Unfallhäufigkeitszahl (UHZ) im Kreis Warendorf sank deutlich auf 309,57 (2023: 333,57) und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 319,50. Im Münsterlandvergleich schneidet Warendorf am besten ab – niedrigste Unfallrate pro 100.000 Einwohner.
Auch die Verunglücktenhäufigkeitszahl (VHZ) sank von 416 auf 391. Polizeidirektor Johannes Schütze ergänzte: „Im Verhältnis zu anderen Kreisen ereignen sich bei uns weniger Unfälle mit Verletzten – das ist das Ergebnis konsequenter Verkehrssicherheitsarbeit.“
Deutlicher Rückgang bei Radunfällen
Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrenden – inklusive Pedelecs – sanken von 369 auf 314. Zwei Radfahrende starben (2023: vier), 38 wurden schwer verletzt (2023: 55). Die Zahl der verunglückten Radfahrenden verringerte sich um rund 15 % auf 319 Personen. Die entsprechende VHZ verbesserte sich von 132,9 auf 112,6.
Weniger Wild- und Alleinunfälle
Die Gesamtzahl aller Unfälle sank von 9.343 auf 8.728. Wildunfälle mit Schalenwild gingen von 2.097 auf 1.897 zurück. Alleinunfälle reduzierten sich von 229 auf 177 – darunter 40 mit beteiligten Radfahrenden (2023: 56).
Mehr Unfallfluchten – Aufklärungsquote leicht gesunken
In 95 Fällen mit Verletzten (2023: 86) flüchtete ein Beteiligter vom Unfallort. In 53 Fällen gelang die Aufklärung – eine Quote von 55,79 % (2023: 60,47 %).
Fazit
„Die Entwicklung zeigt: Prävention, Aufklärung und Kontrollen wirken – aber wir dürfen nicht nachlassen“, so Landrat Dr. Gericke. Polizeidirektor Schütze ergänzt: „Besonderes Augenmerk legen wir weiterhin auf den Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer und die Bekämpfung von Unfallflucht.“













