Wenn Sekunden zählen: Klare Wege für die Feuerwehr
Neue Fahrspurmarkierung für Einsatzfahrzeuge
Warendorf - Die laufende Baustelle rund um das neue Fernwärmenetz stellt nicht nur den Einzelhandel und die Gastronomie vor Herausforderungen – auch die Rettungskräfte der Stadt Warendorf müssen unter erschwerten Bedingungen agieren. Um im Ernstfall schnell helfen zu können, ist eine klare Zufahrt zu allen Gebäuden unerlässlich. Vorschriftsgemäß müssen diese über zwei Wege für die Brandbekämpfung erreichbar sein.
Ob das in der aktuellen Situation jederzeit gewährleistet ist, wurde nun von Feuerwehr, Ordnungsamt, Bauhof und der Pressestelle der Stadt überprüft. Mit der großen Drehleiter der Feuerwehr testeten die Einsatzkräfte die engen Zufahrtswege über den historischen Marktplatz bis hin zum Eisbergplatz – mit teils kniffligen Ergebnissen.
„Wir müssen verschiedene Situationen berücksichtigen“, erklärt Frank Sölken vom Bereich Brandschutz und Rettungsdienst der Stadt. „Mal ist ganz normaler Gastronomiebetrieb, dann wieder Wochenmarkt mit seinen zahlreichen Beschickern – und dazu kommen viele Radfahrer, die ihre Räder leider häufig unüberlegt abstellen.“ Das erschwert insbesondere auf dem historischen Marktplatz das Rangieren großer Fahrzeuge enorm – ohne Einweiser sei es an manchen Stellen kaum möglich, so Sölken weiter.
Um die Problematik sichtbar zu machen, wurde gemeinsam mit dem Bauhof eine kreative Lösung entwickelt: Kleine weiße Dreiecke markieren ab sofort den Fahrweg der Einsatzfahrzeuge über den Marktplatz. In enger Teamarbeit aufgebracht, sollen sie künftig nicht nur Orientierung bieten, sondern auch für mehr Verständnis und Rücksichtnahme bei Marktbesuchern, Fahrradfahrern und Gastronomen sorgen.
„Jetzt muss dieser Weg nur noch frei bleiben“, appelliert Pressesprecher Markus Bußmann. „Die Marktplatzgastronomen haben sich bereits vorbildlich an die Vorgaben gehalten – das erkennt man deutlich am Verlauf der Markierungen.“ Nun hofft die Stadt, dass auch Marktbeschicker und Radtouristen die neue Maßnahme mittragen – für mehr Sicherheit und reibungslose Einsätze mitten in der Altstadt.













