9. Juli 2025 / Allgemein

Wer sich erinnert, schaut nach vorne

Vortrag im Westpreußischen Landesmuseum – Einblick in die russlanddeutsche Kulturgeschichte

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„Wer sich erinnert, schaut nach vorne“

Einblick in die russlanddeutsche Kulturgeschichte

Am Freitag, den 11. Juli 2025 um 18 Uhr, lädt das Westpreußische Landesmuseum zu einem besonderen Vortrag ein: Kornelius Ens, Leiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, spricht über die Chancen und Herausforderungen russlanddeutscher Erinnerungskultur – ein Thema, das über vier Millionen Menschen in Deutschland betrifft, jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung oft wenig beachtet wird.

Der Vortrag trägt den Titel „Wer sich erinnert, schaut nach vorne – Chancen und Herausforderungen russlanddeutscher Kulturgeschichte“ und gibt einen fundierten Einblick in die Geschichte und Gegenwart der russlanddeutschen Community. „Die Geschichte der Russlanddeutschen ist bemerkenswert vielfältig, aber in Deutschland weitgehend unbekannt“, so Ens. 

Über 250 Jahre Geschichte sind das, worauf die russlanddeutsche Gemeinschaft zurückblicken kann. Unterschiedliche Einflüsse haben zu einer bemerkenswert vielfältigen kulturellen Ausprägung dieser „Community“ geführt. Die eigentliche Story dieser knapp vier Millionen in Deutschland lebenden Personen ist aber weitestgehend unbekannt. Dabei ist feststellbar: Die alltäglich erlebte kommunistische Diktaturerfahrung prägte die Erinnerungskultur der Zugewanderten nachhaltig und generationenübergreifend.

Kornelius Ens wird in seinem Vortrag diese historischen Entwicklungen und die daraus entstandene Erinnerungskultur beleuchten. Darüber hinaus thematisiert er auch die Herausforderungen aus Sicht des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte: Wie kann diese Geschichte museal dargestellt werden? Wie spricht man verschiedene Generationen an? Und welche Rolle spielt Erinnerung für Integration?

Der Vortrag ist Bestandteil des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „Angekommen. Die Integration der Vertriebenen in Deutschland“, die noch bis zum 13. Juli im Westpreußischen Landesmuseum zu sehen ist.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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