Wintersonntag lockt Besucher die Warendorfer Altstadt
Kunst, Weihnachtswäldchen und offene Geschäfte begeistern die Besucher in die City
Warendorf – Die historische Altstadt präsentierte sich am zweiten Adventssonntag von ihrer allerschönsten Seite. Obwohl der Himmel leicht bedeckt war, wurde der ‚Wintersonntag‘ zu einem stimmungsvollen vorweihnachtlichen Erlebnis, das Hunderte in die Innenstadt zog.
Zwischen liebevoll geschmückten Fachwerkfassaden, Tannenwäldchen und Kunsthandwerk tummelten sich Familien, Genießer und Shoppingfans gleichermaßen. Besonders begehrt: die legendäre „Heiße Frieda“ – ein funkelndes, beeriges Heißgetränk, das bei der „Alten Frieda“ in der Emsstraße stilecht im Glas serviert wurde. Gleich daneben wartete eine Kutsche darauf, Besucher gemütlich durch die weihnachtlichen Gassen zu chauffieren.
Für Schmunzler und spontane Deko-Einsätze sorgte der städtische Walking Act „Der Quassel- und Laufbaum Simon“: Wer zu Hause noch nicht in Festtagsstimmung war, konnte hier schon einmal üben und eine Weihnachtskugel kunstvoll platzieren.
Die Geschäftsleute der Altstadt hatten allen Grund zur Freude: Der verkaufsoffene Sonntag lockte zahlreiche Menschen in die City – und die kamen nicht nur zum Bummeln, sondern auch mit echter Kauflaune. Ein spürbarer Schub für das lokale Weihnachtsgeschäft.
Ein besonderes Highlight waren auch in diesem Jahr wieder die Warendorfer Weihnachts-Plätzchen – kleine Kunstinseln, die Besucher quer durch die Stadt zu inspirierenden Arbeiten regionaler Künstler führten. Vor allem das Ostviertel, längst als kreatives Herz Warendorfs bekannt, zeigte einmal mehr, was in ihm steckt: So öffneten Veronika Witte und ihr Mann Hendrik ihre Galerie für eine Sammelvernissage mit Werken des Ahlener Künstlers Andreas Magera.
Und natürlich durfte das berühmte Weihnachtswäldchen nicht fehlen. Bei heißem Glühwein von der Ehrengarde, knisterndem Stockbrot, Reibeplätzchen aus dem Hause Pöppelmann und vielen Begegnungen wurde es bis zum Abend zum gemütlichen Treffpunkt für Jung und Alt. Als schließlich Nachtwächter Hans Bollmann zu späterer Stunde die Sperrstunde einläutete und den letzten „Rauf- und Trunkenbolden“ charmant den Heimweg empfahl, klang ein rundum gelungener Wintersonntag stimmungsvoll aus.













