Warendorf. Weltweit demonstrieren heute Menschen für den Klimaschutz, auch im Kreis Warendorf. In der Emsstadt gehen Schüler auf die Straße und bringen ihren Protest vor dem historischen Rathaus hervor. Kohlekonzerne baggern in der Ferne und zerstören unsere Zukunft, Politiker reden zu viel und machen alles falsch, nach Fakten und nicht nach Gefühl entscheiden, dass sind einige Statements, die lautstark abgegeben werden. Mehrere Hundert Jugendliche fordern am Freitag auf dem historischen Marktplatz mehr Einsatz gegen den Klimawandel. Der Leitgedanke der Warendorfer Fridays for Future-Bewegung: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Klima klaut“. Es ist höchste Zeit, jetzt etwas zu tun, haben die jungen Menschen erkannt, dass ihre Zukunft in Gefahr ist. Die Maßlose Verbrennung von Erdgas, Öl und Kohle treiben die Erderwärmung an. Der UN-Klimarat bestätigt, dass natürliche Faktoren bei der aktuellen Klimaerwärmung kaum mehr eine Rolle spielen. Doch nicht nur die Politik muss jetzt handeln. Auch jeder Bürger ist gefordert, wie Anna in ihrer Ansprache deutlich macht. Anna und ihre Familie leben seit viereinhalb Jahren vegan. „Tierische Produkte zu essen ist keine persönliche Entscheidung mehr, sondern eine weltpolitische“, sagt die engagierte Mutter von vier Kindern. „Tierische Produkte zu essen ist mit Abstand der größte Klimakiller.“ Selmar, ein weiterer Redner an diesem Morgen, thematisiert die sogenannten Klimaskeptiker, „die ihren Unsinn im Netz verbreiten. Studien zeigen, dass 99 Prozent der Wissenschaftler der Ansicht sind, dass der heutige Klimawandel menschengemacht ist. Die paar Gegenwissenschaftler waren nachweislich von amerikanischen Öl- und Rüstungskonzernen gesponsert.“ Unter die jugendlichen Demonstranten mischen sich an diesem Morgen Eltern, Omas und Opas for Future, wie der pensionierte Freckenhorster Lehrer Johannes Brandhofe, der seit März die Bewegung unterstützt.
Wir streiken für das Klima bis ihr handelt !
Fridays for Future-Bewegung in Warendorf
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