WIWA bekommt positive Resonanz bei Mitgliedern
Jahreshauptversammlung mit Licht und Schatten
Warendorf – Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins Wirtschaft für Warendorf (WIWA) e.V. konnte der Vorstand eine gemischte Bilanz ziehen. Der Vorsitzende Thomas Pinnekamp präsentierte die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung, die auf große Zufriedenheit stieß. Insgesamt 48 der 133 Mitglieder beteiligten sich – eine Beteiligung, die Pinnekamp als "sehr gut" bezeichnete. Die Mitglieder bewerteten die Arbeit des Vorstands, die Themenvielfalt und die Beteiligungsmöglichkeiten im Durchschnitt mit der Note "Gut". Dies sei nicht nur Bestätigung für die bisherige Arbeit, sondern auch Ansporn für die Zukunft, betonte Pinnekamp.
Der Bericht des Steuerberaters zu den finanziellen Zahlen fiel allerdings weniger positiv aus. Laut Dirk Plüm dem Schatzmeister von WIWA, sind die laufenden Einnahmen des Vereins aufgrund einer schwachen Mitgliederakquise noch immer nicht ausreichend, um die Geschäftsführerkosten zu decken. Trotz intensiver Bemühungen konnten im Jahr 2024 lediglich sieben neue Mitglieder gewonnen werden. "Die Akquise gestaltet sich schwierig, da viele Unternehmensinhaber schwer erreichbar sind, aber auch in der aktuellen Zeit ihre Kosten im Blick haben", erläuterte Heiner Kamp die derzeitige Situation.
Dennoch blickt der Verein zuversichtlich in die Zukunft und setzt auf gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen. Bereits im Januar findet ein Darts-Turnier in Zusammenarbeit mit WHG Ahmerkamp und Visionary-Darts statt, und Ende März wird eine gemeinsame Radtour organisiert, um den Frühling in Warendorf zu begrüßen. Ein besonderes Highlight stellt ein Kaffeetasting in der Kosterei dar, bei dem die Mitglieder bei frisch gerösteten Kaffeebohnen neue Ideen austauschen können. „Wir möchten den Austausch intensivieren und gleichzeitig unterhaltsame Formate bieten“, so Heiner Kamp.
Darüber hinaus liegt der Fokus auch auf aktuellen Themen wie der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Bei einer Veranstaltung mit Frank Vorwerk von Stuck und Putz Vorwerk wurden verschiedene Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung vorgestellt. Heiner Kamp ermutigte die Mitglieder, sich auch intensiv mit der künstlichen Intelligenz zu befassen, da deren Potenzial zur Effizienzsteigerung enorm sei.
Die zweite Vorsitzende, Cornelia Köster, berichtete von den Fortschritten im Defibrillatoren-Projekt „Volle Ladung Herz“, das stetig wächst. Dank des Engagements von Gewerbe, privaten Investoren und der Stadt steigt die Anzahl der installierten Defibrillatoren in Warendorf und den Ortsteilen kontinuierlich an. Weitere Informationen dazu sind auf www.defi-warendorf.de verfügbar.
Besonders interessante Einblicke boten Ulrich K. Butterschlot und Björn Güldenarm von den Warendorfer Stadtwerken, die über das geplante Fernwärmenetz informierten. Fragen zum Zeitplan, dem Umfang der Arbeiten und den Kosten für die Haushalte blieben dabei keine offen.
Auch Wahlen standen auf der Agenda: Cornelia Köster wurde in ihrem Amt als zweite Vorsitzende bestätigt, ebenso wie Swen Witczak als Schriftführer und Anne Greiser als Beisitzerin. Walburga Kalina und Christoph Strohdresch bleiben weiterhin als Rechnungsprüfer tätig, und Bernhard Strohbücker wurde in den erweiterten Vorstand gewählt.
Trotz einiger Herausforderungen zeigt sich WIWA motiviert, die Interessen der Warendorfer Wirtschaft weiter engagiert zu vertreten – und setzt dabei auf die Unterstützung und den Zusammenhalt seiner Mitglieder













