7. März 2022 / Allgemein

Wozu sind Kriege da?

Lieder für den Frieden auf dem Warendorfer Marktplatz

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Wozu sind Kriege da?

Lieder für den Frieden auf dem Warendorfer Marktplatz

Warendorf. „Schon mit der Mahnwache am Montag wurde hier auf dem Marktplatz die Abscheu gegen den Krieg und das Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine deutlich zum Ausdruck gebracht“, sagte TaW e.V.-Vorsitzende Maria Rother. Am Sonntagabend ließ der Verein Theater am Wall unter dem Leitgedanken „Lieder für die Ukraine“ jetzt die Musik sprechen. Als Veranstalter der Aktion „Lieder gegen den Krieg“ hatte Warendorfs ehemaliger Bürgermeister Jochen Walter in der Vergangenheit bereits mehrfach im Theater am Wall zahlreiche Musiker auf die Bühne geholt. Dieses Mal fand die Veranstaltung unter freiem Himmel statt. Die Musiker Martin Bischoff, Jonas Künne, Werner Letz und auch Jochen Walter selbst setzten am Wochenende ein musikalisches Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. „Die aktuellen Nachrichten werfen einen aus der Bahn“, sagte Jochen Walter am Rande der Veranstaltung. Er sei entsetzt und erschüttert, „Trauer, aber auch Zorn macht sich breit“, so der Altbürgermeister. „Die Grausamkeit des Krieges verschärft sich von Tag zu Tag, immer mehr Opfer, immer mehr Zerstörung, immer mehr Verzweiflung und kein Ende in Sicht.“ Rund 500 Teilnehmer setzten jetzt auf dem historischen Marktplatz ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine. Mit dem Udo Lindenberg-Klassiker „Wozu sind Kriege da?“ trat Martin Bischoff (Oelde) als erster Musiker auf das Podium. Der Song aus dem Jahr 1981, den Lindenberg mit dem damals zehnjährigen Pascal Kravetz intonierte, war ein Beitrag zur Friedensbewegung gegen den Nato-Doppelbeschluss. Ein Schlüsselbegriff der US-Bürgerrechtsgeschichte aus den 1970er Jahren ist das Lied „Ohio“ aus der Feder von Neil Young, das Jonas Künne (Ahlen) vortrug. Vier Studenten der Kent State University, die gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, wurden damals erschossen. Jochen Walter nahm sich an diesem Abend den Reinhard Mey Song „Frieden“ vor, den er um eigene Textpassagen ergänzte, während Werner Letz (Westkirchen) unter anderem mit seiner Eigenkomposition „In dieser Zeit“ einen eigenen Protestsong gegen den Krieg vortrug. Zusammen traten die Akteure dann zum Finale auf die Treppe des historischen Rathauses und sangen gemeinsam mit dem Publikum „We shall overcome“ von Pete Seeger.

Fotos: Andreas Poschmann

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