Zeitreise mit Hindernissen: Nur 32 Fahrzeuge bei der Kiepenkerl-Klassik
Von „Barockengel“ bis Porsche Targa: Klassiker rollten durchs Münsterland
Warendorf. Eigentlich sollte die 17. ADAC-Kiepenkerl-Klassik eine große Zeitreise durch die Automobilgeschichte werden – doch viele Zuschauer waren am Samstagvormittag enttäuscht. Statt der rund 50 angekündigten Old- und Youngtimer gingen lediglich 32 Fahrzeuge an den Start.
Pünktlich ab 9.15 Uhr schickte der AC Münster die Teilnehmer im Zwei-Minuten-Takt auf die rund 130 Kilometer lange Strecke. Die Route führte zunächst über Nebenstraßen Richtung Ost- und Westbevern, bevor nach 76 Kilometern die Mittagsrast beim KFZ-Sachverständigenbüro Nordbeck in Warendorf erreicht wurde. Dort gab es eine kleine Stärkung, und die Pause wurde genutzt, um die anwesenden Fahrzeuge zu bestaunen und Benzingespräche zu führen.
Oldsmobile, BMW, Mercedes und sogar ein Fiat Panda gaben sich zwar die Ehre, doch die erhoffte Vielfalt an Klassikern blieb in diesem Jahr deutlich kleiner als angekündigt. „Schade, wir hatten uns auf deutlich mehr Fahrzeuge gefreut“, meinte ein Zuschauer, der eigens mit seinem BMW Z1 nach Warendorf angereist war. Von dort aus führte die Strecke über Westkirchen, Everswinkel, den Telgter Flugplatz und Handorf zurück nach Gelmer. Gegen 16.30 Uhr rollten die ersten Fahrzeuge wieder am Heidestadion ein.
Trotz der geringen Teilnehmerzahl mussten Fahrer und Beifahrer ihre volle Aufmerksamkeit aufbringen: Gleichmäßigkeitsprüfungen, das Zählen von Bushaltestellen oder das Notieren von Ortsschildern und Tafeln mit Zahlen und Buchstaben forderten die Teams heraus.
Besondere Hingucker waren ein Porsche Targa von 1984, der dank seiner auffälligen Lackierung viele Blicke auf sich zog, und der älteste Teilnehmer, ein BMW 502 V8 von 1960 – wegen seiner ausladenden Kotflügel auch als „Barockengel“ bekannt. Doch gerade die amerikanischen Klassiker wie Corvette C3 oder Oldsmobile Dynamic 88, die im Vorfeld angekündigt waren, blieben zahlenmäßig überschaubar.
So fiel das Fazit bei vielen Zuschauern gemischt aus: Zwar bot die Kiepenkerl-Klassik auch 2025 interessante Fahrzeuge und spannende Prüfungen für die Teilnehmer, doch die „große Zeitreise durch die Automobilgeschichte“ blieb angesichts der geringen Resonanz hinter den Erwartungen zurück.














































