Laurentianum-Schüler entdecken die Herausforderungen rund ums Wasser bei der Feuerwehr
Zwischen Hochwasser und Trockenheit
Warendorf - Was passiert eigentlich, wenn es plötzlich Starkregen gibt und ganze Straßenzüge unter Wasser stehen? Und wie löscht die Feuerwehr einen Brand, wenn in trockenen Sommern das Wasser knapp wird? Mit genau diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse des Gymnasium Laurentianum im Rahmen eines spannenden Schulprojekts – und erhielten bei der Feuerwehr Warendorf praxisnahe Antworten.
Bereits in den vergangenen Tagen hatten sich die Jugendlichen intensiv mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt. Neben theoretischen Unterrichtseinheiten gehörte unter anderem auch ein Besuch des Klärwerks zum Projekt. Den praktischen Höhepunkt bildete nun die Exkursion zur Feuerwehr Warendorf, bei der die Schülerinnen und Schüler einen faszinierenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Einsatzkräfte erhielten.
Im Mittelpunkt standen die Folgen von Wetterextremen, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten. Die Feuerwehrleute erklärten anschaulich, wie sie bei Hochwasser- und Starkregenlagen Menschen und Sachwerte schützen und welche Maßnahmen notwendig sind, um Wassermassen möglichst effektiv einzudämmen.
Besonders spannend wurde es, als die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden durften. Unter fachkundiger Anleitung bauten sie eine Sandsackbarriere auf und lernten, wie eine moderne Schnellwassersperre eingesetzt wird. Dabei wurde schnell deutlich, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzen muss und Teamarbeit entscheidend ist.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Löschwasserversorgung. Die Feuerwehr erläuterte, wie sie sowohl im Stadtgebiet als auch in den ländlichen Bauernschaften ausreichend Löschwasser bereitstellt. Die Jugendlichen erfuhren, wie spezielle Löschwasserkomponenten eingesetzt werden, um beispielsweise abgelegene Bauernhöfe zu versorgen oder wie bei Bedarf mehrere Kilometer lange Schlauchleitungen verlegt werden, um Wasser über große Entfernungen an den Einsatzort zu transportieren.
Wie ernst die Folgen anhaltender Trockenheit inzwischen sind, zeigte der abschließende Besuch eines Löschteichs in einer Warendorfer Bauernschaft. Dort mussten die Schülerinnen und Schüler feststellen, dass lediglich rund ein Drittel der eigentlich vorgesehenen Wassermenge vorhanden war – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Auswirkungen lange Trockenperioden inzwischen auf die Löschwasserversorgung haben können.
Nach rund zwei abwechslungsreichen Stunden endete der Besuch bei der Feuerwehr Warendorf. Mit zahlreichen neuen Eindrücken und einem deutlich geschärften Bewusstsein für die Bedeutung des Wassers sowie die Herausforderungen des Klimawandels machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Heimweg.
Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, dass Wasser gleichermaßen lebenswichtige Ressource und potenzielle Gefahr sein kann – und wie wichtig eine gut ausgebildete Feuerwehr ist, um auf beide Extreme vorbereitet zu sein.













