Ebbers-Galerie erinnert mit großer Ausstellung an den Warendorfer Künstler Wilhelm Götting
Zwischen Landschaft und Erinnerung
Warendorf – Mit einer besonderen Ausstellung erinnert die Ebbers-Galerie an einen Künstler, dessen Werke bis heute eng mit dem Münsterland und seiner Geschichte verbunden sind. Unter dem Titel „Zwischen Landschaft und Erinnerung“ werden vom 10. Juni bis zum 11. Juli 2026 zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen des Warendorfer Künstlers Wilhelm Götting gezeigt.
Die Ausstellung fällt in das Jahr seines 50. Todestages und würdigt das vielseitige Schaffen eines Mannes, der zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten des Münsterlandes zählt. Seine Werke zeigen nicht nur Landschaften, Städte und Menschen der Region, sondern erzählen zugleich von einer Zeit des Wandels – zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kriegserfahrungen und Neubeginn.
Wilhelm Götting verstand es wie kaum ein anderer, die Besonderheiten seiner westfälischen Heimat mit künstlerischer Präzision festzuhalten. Seine Bilder dokumentieren vertraute Landschaften, historische Stadtansichten und charaktervolle Porträts. Gleichzeitig sind sie Ausdruck einer Generation, die von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts geprägt wurde.
Nach seinem Studium an den renommierten Kunstakademien in Düsseldorf, München und Wien arbeitete Götting zunächst in Münster. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand er schließlich in Warendorf eine neue künstlerische Heimat, die sein weiteres Schaffen nachhaltig beeinflusste. Seine enge Verbundenheit mit der Region spiegelt sich bis heute in vielen seiner Werke wider.
Gerade in einer Zeit, in der Fragen nach Herkunft, Identität und kulturellem Gedächtnis zunehmend an Bedeutung gewinnen, eröffnet die Ausstellung einen besonderen Blick auf die Geschichte des Münsterlandes. Göttings Arbeiten sind weit mehr als reine Kunstwerke – sie sind Erinnerungsorte, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden.
Die feierliche Vernissage findet am Mittwoch, 10. Juni 2026, um 17 Uhr in der Ebbers-Galerie statt. Zur Eröffnung werden auch Angehörige der Familie des Künstlers erwartet. Besucherinnen und Besucher haben anschließend bis zum 11. Juli Gelegenheit, das umfangreiche Werk Wilhelm Göttings kennenzulernen und in die Bildwelten eines Künstlers einzutauchen, dessen Schaffen bis heute nichts von seiner Ausdruckskraft verloren hat.
Mit der Ausstellung setzt die Ebbers-Galerie zugleich ein Zeichen für die Bedeutung regionaler Kunst und kultureller Erinnerung – und lädt dazu ein, die Geschichte des Münsterlandes aus einer ganz besonderen Perspektive neu zu entdecken.













