9. Oktober 2018 / Allgemein

Das große Miteinander

Wirtschaft für Warendorf

Das große Miteinander

„WIWA – Wirtschaft für Warendorf“ soll der neue Verein heißen, dessen Idee Conny Köster (Agentur Pilotfisch, Warendorf handelt) und Rudolf Berger (Modehaus Ebbers, Wirtschaftsforum) heute der Allgemeinheit vorstellten. Vorausgegangen war dem Pressegespräch ein Treffen zahlreicher Interessenvertreter am Vorabend, vorausgegangen ist dem Pressegespräch aber auch eine gefühlt ewige Zeit, in der einzelne Gruppen und zahlreiche Einzelkämpfer versucht haben, die Entwicklung Warendorfs nach vorne zu bringen.

Erst jüngst hatten sich die Kaufmannschaft und „Warendorf plus“ aufgelöst, Warendorf Marketing ging in die Stadtverwaltung über und das Wirtschaftsforum als solches stand auch auf teilweise wackeligen Füßen. Seit April fragten sichu 10 bis 15 engagierte Personen wie es weiter gehen soll, jetzt ist ein Weg gefunden: Das Vorabendtreffen mit zahlreichen Multiplikatoren aus allen Bereichen stieß durchweg auf positive Resonanz, wie Conny Köster berichten konnte. Ziel ist, die bislang meist getrennt denkenden und agierenden Bereiche aller „Wirtschaftstreibenden im umfänglichen Sinne“ zu vernetzen. Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung, Landwirtschaft, Reiterei, Tourismus und Gastronomie, Gewerbeimmobilienbesitzer, Bildungsträger und auch „Sonderbetriebe“, also alle die nicht in die voraufgegangenen Rubriken passen, sollen an einem Strang ziehen und vernetzt zu einer Interessenseinheit werden, die die Ideen und den Willen der Wirtschaft abbildet, die in Warendorf immerhin zu einer Füllung des Stadtsäckels mit 22 Mio. Euro Gewerbesteuer (2017) führte. Dies entspricht ca. 40 Prozent des gesamten städtischen Steueraufkommens. „Wir wollen eine Balance herstellen“, so Rudolf Berger, „der Stadt einen Partner bieten“. Von dort kommen erste positive Resonanzen, zumal das Konzept übergreifend für die Gesamtstadt ausgerichtet ist und alle Ortsteile einschließen soll. Und, das ist Conny Köster und Rudolf Berger besonders wichtig, dass das Wort „für“ in „WIWA – Wirtschaft für Warendorf“ genau dies bedeutet – Wirtschaft, die sich für den Ort aufstellt, um ihn stark, bzw. noch stärker, zu machen. Im neuen Projekt soll das Branchendenken ein wenig aufgelöst werden, stattdessen sollen Arbeitskreise die gemeinsamen, oft weit branchenübergreifenden Interessen ausloten. Und da die Arbeit des neuen Projekts erfahrungsgemäß sehr intensiv sein wird, wird eine hauptamtliche Stelle zu schaffen sein. „Ehrenamtlich ist das nicht zu schaffen“, so Köster und Berger unisono.

Geplant ist, zunächst viele verbindliche Mitgliedschaften für das Wirtschaftsforum zu werben, das am 13. November bei einer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählen wird und eine neue Satzung beschließen soll. Wenn diese rechtlich über das Vereinsregister abgesegnet ist, kann bei einer weiteren Mitgliederversammlung dann „WIWA – Wirtschaft für Warendorf“ in trockene Tücher gebracht werden. Ansprechpartner auf dem Weg dorthin bleiben zunächst alle Mitglieder des Wirtschaftsforums und von Warendorf handelt. Ein neuer Internetauftritt, www.wiwa-warendorf.de, existiert bereits. Dort können Formulare zum Mitgliedsbeitritt heruntergeladen werden.

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