4. November 2019 / Allgemein

Ein neuer für das Geburtstagskind

Milter Feuerwehr bekommt einen Einsatzleitwagen

Ein neuer für das Geburtstagskind

110 Jahre – so alt werden nur wenige Menschen. Und selbst für Feuerwehren ist dieses Jubiläum ein besonderes, denn längst nicht in allen Orten taten sich ehedem schon Freiwillige zusammen, um gemeinsam – Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr – die Gefahren abzuwehren, die Mensch, Tier und Sachen drohen können.

Die Freiwillige Feuerwehr Milte, die seit vielen Jahren als „Löschzug Milte“ in der Freiwilligen Feuerwehr Warendorf eine unersetzliche Komponente bildet, kann auf eine derart lange Geschichte zurückblicken. Das runde Jubiläum wurde am Samstag gefeiert. Als passendes „Geschenk“ konnte dabei der neue Einsatzleitwagen (ELW) gesegnet werden, den die Milter Wehrleute seit Juni im Einsatz haben. Löschzugführer – seit neuestem „Einheitsführer“ genannt – Christoph Evermann begrüßte die zahlreichen Gäste, zu denen Abordnungen aller Warendorfer Löschzüge sowie der Nachbarwehren aus Glandorf, Schwege, Sassenberg, Füchtorf und Ostbevern zählten. Selbst ein Feuerwehrfahrzeug aus Greffen war zu sehen. Ebenso waren Abordnungen vieler Milter Vereine, des THW und auch der Bundeswehr unter den Gästen. Auch viele Nachbarn hatten den Weg ins übervolle kleine Gerätehaus gefunden.

Der Einheitsführer ging auf die Qualitäten des neuen Fahrzeugs ein, das dem Löschzug bei Einsätzen als Kommunikationszentrale dient, Entsprechend ist es mit viel Funk- und PC-Technik ausgerüstet, hat aber zudem auch eine Basisausstattung für Rettungsmaßnahmen an Bord. Der Wehrführer der Warendorfer Feuerwehr, Christof Amsbeck, erläuterte, warum die diskriminierungsfrei arbeitende und konfessionell nicht gebundene Feuerwehr sich trotzdem eine Segnung der Fahrzeuge wünscht: Man sei als Mensch eben nicht auf alle Situationen vorbereitet und deshalb wolle die Feuerwehr stets mit Gottes Schutz unterwegs sein. Zudem dankte er der Stadt für die Unterstützung und ebenso den Wehrleuten, die allein für die Ausbildung auf das spezialisierte Fahrzeug viele ehrenamtliche Dienststunden leisten.

Martin Kofoth, Diakon in den katholischen Kirchengemeinden St. Bonifatius und St. Lambertus, ist zugleich auch Feuerwehrseelsorger. Er erläuterte den Anwesenden seine Funktion und führte schließlich, eingebettet in mehrere Gebete, die Segnung des Fahrzeugs durch. Man müsse dankbar sein, dass es Menschen gibt, die sich die Arbeit auf einem solchen Fahrzeug zumuten, betonte er. Denn in den oft hektischen Minuten der Einsätze prassele enorm viel auf diese Wehrleute ein.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es einen kleinen Sektempfang mit Schnittchen, der übergangslos in eine lange Geburtstagsparty mit Musik und Imbiss mündete.

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