12. Mai 2020 / Allgemein

123 Einsätze für Notfallseelsorger

Seit 2002 gibt es das System der Notfallseelsorge

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123 Einsätze für Notfallseelsorger

Die Notfallseelsorger im Kreis Warendorf blicken auf 123 Einsätze im letzten Jahr zurück. Das geht aus dem Jahresbericht 2019 hervor, den sie am Mittwoch (6. Mai) im Gespräch mit Landrat Dr. Olaf Gericke vorstellten. Im Vergleich zum Jahr zuvor waren das acht Einsätze mehr. Bei dem Gespräch im Kreishaus, an dem auch Ordnungsdezernentin Petra Schreier, Ordnungsamtsleiter Ralf Holtstiege, Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann und Polizeidirektorin Katja Kruse teilnahmen, ging es auch um die aktuelle Situation der Notfallseelsorge.

Das System der Notfallseelsorge wurde 2002 im Kreis Warendorf eingerichtet und steht unter der Schirmherrschaft des Landrats. „Ich danke Ihnen herzlich für Ihre wichtige und oft herausfordernde Arbeit. Sie erfordert viel seelische Stärke und Einfühlungsvermögen“, würdigte Dr. Gericke die Arbeit des Seelsorge-Teams. Dabei machte er deutlich, wie viel Leid sich hinter jedem Einsatz verberge. Umso wichtiger sei es, den Menschen in Notsituationen Halt zu geben. „Und diese Aufgabe erfüllen Sie vorbildlich!“

Mehr als 30 Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen und katholischen Kirche sowie aus dem Bereich der Freikirchen gehören dem Team an und sind über eine Rufbereitschaft rund um die Uhr zu erreichen. Sie begleiten Menschen, die sich in einer akuten seelischen Notlage befinden.

Die Einsätze der Notfallseelsorge im Kreis waren über das ganze Kreisgebiet verteilt und sehr unterschiedlich. So waren Sie beispielsweise 56 Mal bei Todesfällen bzw. schweren Erkrankungen im Einsatz (2018: 51). 23 Mal wurden sie zu Suiziden bzw. Suizidversuchen gerufen (2018: 16) und mussten 20 Mal eine Todesnachricht überbringen (2018: 21). Seelsorge-Teams waren bei 17 Verkehrsunfällen oder anderen Unfällen vor Ort (2018: 21).

Bei dem Termin verabschiedete der Landrat auch den langjährigen Geschäftsführer des Kreisdekanats Warendorf und kath. Koordinator der Notfallseelsorge, Michael Spanke, der im Sommer in den Ruhestand treten wird. Der Drensteinfurter begleitete die Notfallseelsorge im Kreis Warendorf von Anfang an und nahm viele organisatorische und administrative Arbeiten wahr. Rückblickend fasste er zusammen: „Wir haben es geschafft, in ökumenischer Zusammenarbeit ein tragfähiges System zum Wohl der Menschen, die in Notsituationen Hilfe und Beistand benötigen, aufzubauen.“ Landrat Dr. Olaf Gericke würdigte die Verdienste von Michael Spanke: „Sie waren uns stets ein verlässlicher Ansprechpartner bei der Notfallseelsorge. Dafür bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich und wünsche Ihnen alles Gute für Ihren wohlverdienten Ruhestand.“

Katja Kruse (Polizeidirektorin), Michael Spanke, Alexandra Hippchen (beide Notfallseelsorge), Landrat Dr. Olaf Gericke, Petra Schreier (Ordnungsdezernentin), Ralf Holtstiege (Leiter Amt für öff. Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr) und Heinz-Jürgen Gottmann (Sachgebiet Gefahrenabwehr, v.l.) halten den aktuellen Erfahrungsbericht der Notfallseelsorge im Kreis Warendorf in den Händen. – Foto: Kreis Warendor

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