28. April 2018 / Sport

Wichtig is auf‘m Platz

Jahreshauptversammlung der WSU Fußballabteilung

Wichtig is auf‘m Platz

Wichtig is auf‘m Platz
Jahreshauptversammlungen sind wie Fußballspiele: Manchmal wird bis in eine Verlängerung hinein gefightet bis auf die Knochen, das Stadion ist voll, es geht ums Ganze und selbst nach dem Schlusspfiff ist für viele das Spiel noch nicht vorbei. Andere sind so… –  Kreisklasse, Mittelfeld, es geht um nix, relativ leere Ränge, artiges Gekicke durch zwei Halbzeiten, der Kopf längst in der nächsten Saison oder anderswo.
Die gestrige Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung der WSU fiel in die zweite Kategorie. Beschlussfähig ja, aber die Ränge waren nicht sehr voll. Michael Grothues führte durch den Abend, erläuterte zunächst den Stand der Dinge bei den anstehenden Projekten: Baubeginn für die geplante Erweiterung des Sportlerheims könnte im Herbst sein, die Weichen für den Kunstrasenplatz sind gestellt, 2020 soll es soweit sein. Der Rückblick auf 2017/2018 fiel ganz positiv aus, die Veranstaltungen wurden gut angenommen, sein Dank ging an Eltern, Trainer und alle weiteren Beteiligten. Er appellierte dass mehr Engagement aus den Reihen der Mitglieder notwendig sei, der achtköpfige Vorstand sei an der Kapazitätsgrenze. „Wir benötigen Mitstreiter“, formulierte er deutlich.
Dass es Recken im Verein gibt, die sich richtig reinhängen, zeigten die Ehrungen. Willy Hoffmann und Franz Westing blicken auf 60-jährige Mitgliedschaft zurück, letzterer hat seinerzeit sogar mit der 1. Mannschaft in der Verbandsliga gespielt. Ulrich Wenzel und Heiko Bernsmann wurden für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Die folgenden Berichte der Obleute wurden mit unterschiedlichem Interesse aufgenommen. Während der Informationen über die erste und zweite Mannschaft verfolgten die Zuhörer das Geschehen noch relativ aufmerksam, danach flachte das Interesse hörbar ab, die Geräuschkulisse stieg an. Erst beim Blick auf den Vereinshaushalt wuchs es wieder. Hier konnte Michael Grothues auf ein relativ ausgeglichenes Zahlenwerk verweisen. Die Einnahmen lagen bei 150 Tsd. Euro, die Ausgaben bei 153 Tsd., was bei einem positiven Ursprungssaldo auch jetzt noch ein leichtes Plus bedeutet. Kassierer und Vorstand wurden erwartungsgemäß einstimmig entlastet.
Klaus Dieter Ende wurde erneut zum Geschäftsführer gewählt, Ralf Sennhenn erneut zum Seniorenobmann, sein Stellvertreter ist Frank Woycke. Jugendobleute und Altherrenobmann wurden ebenfalls bestätigt und der Haushaltsplan mit rund 157 Tsd. Euro Ausgaben und ca. 156 Tsd. Einnahmen abgenickt.
Einzig in der „Verlängerung“, dem Punkt „Verschiedenes“ wurde es noch einmal interessant, da es hier um die Nutzung des Sportlerheims ging. Das wird derzeit in Eigenregie betrieben, die Küche ist bereits abgebaut. Auch hier wird ein stärkeres Engagement der Fußballer notwendig sein, die den ca. 90%igen Nutzeranteil am Sportlerheim stellen.

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