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Erst regnete es Kamelle… … und dann Schneeflocken.

Erst regnete es Kamelle… … und dann Schneeflocken.

Erst regnete es Kamelle…

… und dann Schneeflocken. Ganz knapp hat Petrus die Einladung verpasst, neuer Warendorfer Ehrenbürger zu werden. Und dabei hatte alles so gut angefangen. Am frühen Vormittag riss der Himmel auf und verwöhnte die Jecken mit Sonnenschein aus einem locker bewölkten Himmel. Die Regenschirme konnten zuhause bleiben, es sei denn, man wollte sie zum Fangen von Bonbons benutzen. Und ob der Sonne konnten auch die Röcke der Damenwelt etwas kürzer sein; so wie die Herren der Schöpfung sie, trotz MeToo Debatte, gerne sehen – vor allem im Karneval.

Beste Stimmung bei den Karnevalisten, die sich mit ihren 92 Zugnummern eingefunden hatten, um pünktlich um 13:11 Uhr von der Bundeswehrsportschule zu starten und sich langsam durch die Emsstadt zu schlängeln. Vorbei an tausenden Jecken, die die Straßen säumten und vernehmlich Helau riefen. Dieser Brunftschrei der Narren war allerdings an vielen auch das einzig karnevalistische – etwas mehr Kostümierung wäre durchaus wünschenswert gewesen. Früher war eben mehr Lametta.

Allerdings auch mehr Nebel und mehr Boom-Boom-Dezibel. Diese Unsitte der Egonarren, die sich auf ihren Wagenburgen nahezu ausschließlich selbst abfeiern, haben die Veranstalter vom Bürgerausschuss hervorragend in den Griff bekommen. Fehlt nur noch das Einhalten des Alkoholverbots auf den Wagen und vor allem eine konsequente Sicherung der Zugmaschinen, dann wird der Karneval endlich wieder so, wie er gedacht ist – als Lindwurm jecker Fröhlichkeit. So wie es das diesjährige Motto bestens trifft: Biste jeck, biste nett!

Die großen Themenwagen wie in Köln oder Düsseldorf darf man in Warendorf – hey, der Spaß kostet schließlich eine Menge Geld – nicht erwarten. Die hier aufgegriffenen Themen entsprachen den lokalen Gegebenheiten. In Einen und Müssingen wird in Zukunft selbst gejagt, weil es keinen Nahversorger mehr gibt. Die Feuerwehr möchte ungern mit gechlortem Wasser löschen und manche Spitzfindigkeit der auswärtigen Wagen war für die Warendorfer ohnehin nicht zu verstehen.

Ganz klar aber die Aussage der Ehrengarde der Dreibrückenschützen. Sie kämpfen für ihre Kita: das Mr. Ed‘s. „Lasst (Kneipen)Kult nicht sterben“ positionieren sie sich klar „Pro Mr. Ed‘s“. Andere aufsehenerregende  Besonderheiten waren im Zug nicht zu finden – von den bereits genannten sehr kurzen Röcken einmal abgesehen.

Keine besonderen Vorkommnisse – so die erste Einschätzung einiger Helfer. Sieht man einmal davon ab, dass nicht nur Prinz Hanns-Jörg I. sondern auch zig andere Aktive morgen ziemlich heiser sein werden, war alles gut. Bis auf den gegen Ende des Zuges einsetzenden Schneefall. Damit hatte der Wettergott seine Chance für einen Orden dann doch vertan.

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