10. März 2022 / Allgemein

Engelchen serviert elf Schnitzel der besonderen Art

So schmeckt der Kreis 3

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Engelchen serviert elf Schnitzel der besonderen Art

Warendorf. Auf unserer kulinarischen Reise durch den Kreis Warendorf hat es uns dieses Mal ins „Bistro Engelchen“ verschlagen. Seit Januar 2022 steht hier Christian Leve, Bruder des Hoteliers Gerhard Leve (Hotel Im Engel), als Küchenchef am Herd. Als Hotelkaufmann und Koch bringt er nun seine langjährige Gastronomie-Expertise ins beliebte Bistro am Heumarkt ein. „Ich habe richtig Spaß daran, in der Küche mitzuarbeiten“, sagt er. Das darf man bei Christian Leve gerne wörtlich nehmen, denn bei ihm spielt die Leidenschaft für kulinarische Genüsse schon immer ein große Rolle. So wurde er – für die Häuser der Familie Leve natürlich naheliegend - bereits 1987 zum besten Sommelier und zur Jahrtausendwende dann zum besten Weinhändler Deutschlands gekürt. Um den Gästen einmal etwas anderes anzubieten, hat Christian Leve mit seinem Dienstantritt in der Engelchen-Küche die Aktion „Schnitzel-Marathon“ ins Leben gerufen. Wer bis Ende März zehn Stempel auf dem sogenannten Schnitzel-Pass, der übrigens übertragbar ist, gesammelt hat, bekommt das elfte Schnitzel gratis. Und ab hier wird es dann auch spannend. Denn elf Schnitzel nach Wiener Art wären schon auf Dauer etwas langweilig. Doch soweit kommt es natürlich nicht, denn Christian Leve bietet elf Varianten des Klassikers an – vom besagten Schnitzel nach Wiener Art, über das Warendorfer Krüstchen bis hin zum Schnitzel mit Trüffel Sauce. Variationen gibt es hier auch bei den Beilagen, wie zum Beispiel Bratkartoffeln, Scampi, Brokkoli, Pommes Frites oder Rösti. Wir haben das Schnitzel nach Wiener Art getestet, uns dazu jedoch eine ungarische Sauce sowie Tomaten, Mozzarella und Penne, sowie einen Salat als Beilagen servieren lassen, um einen besseren Eindruck von der Küche zu bekommen. Das Schnitzel nicht gleich Schnitzel ist, war uns zu diesem Zeitpunkt schon klar. Das Christian Leve die Meßlatte noch einmal höher gelegt hat, haben wir jedoch so nicht erwartet. Nicht nur, dass in der Küche Handarbeit groß geschrieben wird. Aufgefallen ist uns nämlich auch eine weitere Besonderheit: die Panade. Die, so erklärt Leve, ist eine besondere Kreation, die in Zusammenarbeit mit der Sassenberger Bäckerei Haverkamp entstanden ist. Angenehm überrascht haben uns auch die ungarische Sauce und die Beilagen. Unser Fazit: Geschmacklich und vom Preis-Leistungs-Verhältnis verdient sich das Engelchen, der Koch Christian Leve sowie das freundlich zuvorkommende Team von unserer Seite fünf Sterne. Das Haus wird seinem Ruf „Gastronomie einmal von einer ganz anderen Seite - stilvoll und doch ungezwungen, professionell, aber unverkrampft, qualitätsbewusst und doch unkompliziert“ mehr als gerecht. Weitere Aktionen der Küche sind bereits geplant.

Übrigens: Warendorfer wissen, dass der Großvater der berühmten 2019 verstorbenen Schauspielerin Doris Day, Wilhelm Kappelhoff, in dem Haus am Heumarkt als Konditor tätig war. Am 3. April 2022 wäre Doris Day 100 Jahre alt geworden. Auch das ist sicherlich ein Grund, dem Engelchen mal wieder einen Besuch abzustatten.

Eine Platz-Reservierung im Engelchen ist vor allem freitags bis sonntags lohnenswert.

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