7. Juni 2021 / Allgemein

Freckenhorster Urkunden jetzt im Kreisarchiv

Freckenhorster Heimatverein besucht Kreisarchiv

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Veröffentlicht am 7. Juni 2021 um 00:05 Uhr

Freckenhorster Urkunden jetzt im Kreisarchiv

Drei Urkunden der Freckenhorster Äbtissinnen aus dem 17. und 18. Jahrhundert fanden jetzt ihren Weg in das Kreisarchiv. Die Vorsitzende des Freckenhorster Heimatvereins, Wilma Richter, und der Archivbeauftragte des Vereins, Helmut Eismann, übergaben die historischen Dokumente persönlich. Sie waren von einer Freckenhorster Böttcherfamilie an den Verein gelangt.

„Ich danke dem Heimatverein Freckenhorst und freue mich, dass historische Unterlagen von solcher Bedeutung ihren würdigen Platz im Kreisarchiv finden“, sagte Haupt- und Personalamtsleiter Michael Ottmann bei der Übergabe.
Kreisarchivar Dr. Knut Langewand lobte die vorbildliche Kooperation mit dem Verein: „Das Kreisarchiv hat naturgemäß ein großes Interesse am Erhalt historischer Unterlagen aus privater Hand, die nicht selten zuerst durch die Vereine oder Initiativen vor Ort vor der Vernichtung gerettet werden. Im Gegenzug unterstützen wir die Heimat- und Geschichtsvereine gerne bei ihrer Arbeit.“ Von den Urkunden wurden für den Heimatverein Scans und Abschriften erstellt.
Zwischen Heimatverein und Kreisarchiv besteht seit Jahren ein konstruktiver Austausch. Schon 2003 übergab der Verein dem Archiv Unterlagen aus seiner Vereinsgeschichte und zur kommunalen Neuordnung.

Interessierte, die Unterlagen aus der eigenen Familien-, Hof- oder Firmengeschichte (ggf. auch als Leihgabe) an das Kreisarchiv abgeben möchten, wenden sich bitte telefonisch unter 02581/53-1040 oder per E-Mail an kreisarchiv@kreis-warendorf.de an das Archiv.

Historischer Hintergrund zu den Urkunden:
Das freiweltliche Damenstift St. Bonifatius Freckenhorst war eine klosterähnliche Gemeinschaft adliger, unverheirateter Frauen (sog. Kanonissen oder Stiftsfräulein). Es wurde im Mittelalter (nach 850) begründet und bestand bis zu seiner Aufhebung 1811/12. Im Zentrum des Stifts befand sich die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche, die daher bis heute Stiftskirche genannt wird. Das Stift wurde von einer Äbtissin geleitet und besaß zahlreiche Ländereien und Bauernhöfe in und außerhalb von Freckenhorst. Die auf den Höfen lebenden und arbeitenden Menschen waren häufig Leibeigene.

Bild: Die Urkunden der Freckenhorster Äbtissinnen zeigen (v.l.n.r.) Michael Ottmann (Leiter Haupt- und Personalamt Kreis Warendorf), Wilma Richter, Helmut Eismann (beide Heimatverein) und Dr. Knut Langewand (Leiter des Kreisarchivs).

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