11. März 2021 / Allgemein

Gute Zahlen sind leider nicht von Dauer

Überaus positiven Zahlen bei der Verkehrsunfallstatistik

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Bild: Landrat Dr. Olaf Gericke und Polizeidirektorin Andrea Mersch-Schneider stellten Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2020 vor

Gute Zahlen sind leider nicht von Dauer

Weniger Unfälle, weniger Verletzte – die Zahlen der am Mittwoch vorgestellten Polizeilichen Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2020 sind beeindruckend. Nur leider nicht von Dauer, wie  Landrat Dr. Olaf Gericke und die Abteilungsleiterin Polizei der Kreispolizeibehörde Warendorf, Andrea Mersch-Schneider betonten. Denn die „überaus positiven Zahlen“, so die Wortwahl des Landrats, sind natürlich durch die Pandemie und den daraus resultierenden Lockdown beeinflusst. Entsprechend unterstrich Dr. Gericke: „Wir sonnen uns nicht im Glanze dieser Zahlen.“

Aus dem deutlichen Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden und Verunglückten sowie dem Rückgang der Verkehrsunfälle mit Radfahrenden resultiert eine Unfallhäufigkeit, die erheblich unter dem Landesdurchschnitt liegt und die Niedrigste im Münsterland darstellt. Bei 820 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 10 Menschen getötet, 235 schwer und 810 leicht verletzt. Dies entspricht 20,0% weniger Verunglückten als Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen im Kreis Warendorf sank von 9.053 auf 7.780. Natürlich können diese Zahlen noch immer nicht zufriedenstellen, denn jeder Tote, jeder Verletzte ist einer zu viel. Daher bleibt es wichtig, die Unfallursachen im Auge zu behalten und wo es möglich ist, ihnen entgegenzuwirken.

So ist zwar die Zahl der verunglückten Radfahrenden im Verhältnis zum Vorjahr deutlich um 14,2% gesunken. Allerdings ist die Zahl der verunfallten Pedelecfahrer in dieser Gruppe deutlich angestiegen. Dies ist bemerkenswert und nicht allein durch mehr Zweiradfahrerende in Zeiten der Pandemie zu erklären. Auch sind es immer mehr Erwachsene unterhalb des Seniorenalters, die mit dem Pedelec verunglücken. Selbstüberschätzung mag ein Grund hierfür sein, denn die höhere Geschwindigkeit der Pedelecs ist für bisherige Radfahrer ungewohnt.

Auch die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ist kleiner geworden. Bei 58 Verkehrsunfällen, bei denen Menschen verletzt wurden, flüchtete einer der Unfallbeteiligten. In 31 Fällen gelang es den flüchtigen Unfallbeteiligten zu ermitteln. Mehr als jeder zweite Verkehrsunfall mit Personenschaden und Flucht konnte somit aufgeklärt werden. Die Polizei bittet weiterhin darum, die Beobachtung solcher Verstöße umgehend und mit möglichst vielen Informationen zu melden. Denn neben den persönlichen Schäden der Betroffenen zeichnen Verkehrsunfallfluchten auch für einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden verantwortlich und lösen eine ermittlungsintensive Polizeiarbeit aus. 

Obwohl auf den Straßen weniger Verkehr zu verzeichnen war, ist es zu deutlich mehr Ordnungswidrigkeitsverfahren gekommen. 100.000 solcher Verfahren im Jahr 2019 stehen 116.000 Verfahren im Jahr 2020 gegenüber was die daraus resultierenden Einnahmen von 3,5 Millionen Euro um eine halbe Million ansteigen ließ.

Ausgezahlt hat sich haben sich die Kontrollen im Personen- und Güterverkehr bei denen prozentual enorm viele Verstöße festgestellt wurden. Bei 721 kontrollierten Fahrzeugen wurden 600 Verstöße geahndet und 35 Fahrzeuge stillgelegt. Daher werden die Kontrollen im Jahr 2021 auf jeden Fall fortgeführt.

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