Wegen gemeinschaftlich versuchter Anstiftung zum Mord sind eine Ex-Schönheitschirurgin und ihr Ehemann zu jeweils mehr als fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Hamburg sah es als erwiesen an, dass die 49 Jahre alte Ärztin und der 52 Jahre alte Unternehmer versucht haben, über das Darknet einen Auftragsmörder zu engagieren, der den in Hamburg lebenden Ex-Lebenspartner der Frau töten sollte. Mit ihm befand sich die Angeklagte, die zuletzt mit ihrem Ehemann in Stuttgart lebte, in einem Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Tochter. «Das ist ein außergewöhnlicher Fall», sagte die Vorsitzende Richterin am Dienstag bei der Urteilsverkündung. Zum einen, weil ein solches Verbrechen nicht häufig vorkomme, zum anderen weil zwei ehemals beruflich erfolgreiche Menschen zu so einer Tat fähig seien. Sie bescheinigte den beiden Angeklagten «eine enorme Fallhöhe», aber Verbrechen kämen in allen Gesellschaftsschichten vor. Die 49 Jahre alte Ärztin wurde zu fünf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Der 52 Jahre alte Unternehmer wurde zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre und acht Monate gefordert. Die Verteidigung forderte einen Freispruch für ihre Mandanten. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.
Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa/Pool/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Anstiftung zum Mord - Ehepaar verurteilt
Eine Ärztin und ein Unternehmer sollen versucht haben, über das Darknet einen Auftragsmörder zu engagieren. Das sieht das Landgericht Hamburg als erwiesen an.
Meistgelesene Artikel
- 15. April 2026
"Zum kühlen Grunde" öffnet am 01. Mai! - Save the Date
Neues Team, alte Tradition: Biergarten-Idylle feiert Comeback
Straßenkonzert von Wille Schulte Wien und Sascha Demant begeistert hunderte Besucher
Ein Feiertag voller Genuss und bester Stimmung im Warendorfer Land
Neueste Artikel
Bewohner erleben besondere Überraschung in Freckenhorst
- 14. Mai 2026
Abschied von einer liebgewonnenen Tradition
Telgter Kutschenwallfahrt fand letztmalig statt
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Mai 2026
Mindestens 89 Tote durch Unwetter im Norden Indiens
In Uttar Pradesh fegt ein Unwetter alles weg: Menschen sterben, Häuser stürzen ein, Tiere verenden. Ein Video zeigt, wie ein Mann vom Sturm durch die Luft gewirbelt wird.
- 14. Mai 2026
Großbrand in japanischer Werft
Riesige Rauchwolken steigen über der Stadt Kure auf: Nach einem Brand auf einer Abwrackwerft müssen mehr als 350 Haushalten evakuiert werden. Die Löscharbeiten sind weiterhin im Gange.













