8. Mai 2022 / Allgemein

Jahreshauptversammlung im Hotel Im Engel außergewöhnlich gut besucht

Erstes Schützenfest der Bürgerschützen nach zweijähriger Zwangspause

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Jahreshauptversammlung im Hotel Im Engel außergewöhnlich gut besucht

Erstes Schützenfest der Bürgerschützen nach zweijähriger Zwangspause

Viel zu erzählen hatten die Formationen der Bürgerschützen nicht. „Das Virus hat uns ausgebremst“, sagte Präses Gerd Leve. Entsprechend kurz fielen die Beiträge dann auch aus. Einen Stillstand hat es beim Bürgerschützenverein allerdings auch während der heißen Phase der Pandemie nicht gegeben. Dr. Markus Wiedeler, Kommandeur des Offizierskorps konnte zum Beispiel fünf Neuaufnahmen vermelden. „Und wir haben eine alte Tradition, die Damenrede, wieder aufleben lassen.“ Und die Damengarde unter Anna Günnewig konnte immerhin im Sommer 2020 noch einen gemütlichen Grillabend ausrichten und drei Neumitglieder gewinnen. Eddy Erpenbeck (Ehrengarde) hat in den vergangenen beiden Jahren seinen Humor nicht verloren und berichtete von einer Strategie, die von ihm und seinen Mannen während des Lockdowns entwickelt worden sei. „Das Konzept der Alkohol-Desinfektion konnte überzeugen“, sagte er schmunzelnd. Wie sich auf der Jahreshauptversammlung im Hotel Im Engel darstellte, sind die Bürgerschützen von einem Tal der Tränen also sehr weit entfernt. Untermauert wurde das schließlich noch durch Kassierer Volkmar Schmidt, der eine ausgezeichnete Kassenlage vermelden konnte. „Jedoch werden wir in diesem Jahr ein Minus produzieren“, so seine Prophezeiung. Denn im August wird - Stand jetzt - nach zwei Jahren Zwangspause endlich wieder ein Schützenfest steigen. Als Top-Act wird Anna Maria Zimmermann auftreten und DJ Frank Otte wird den Schützen im Anschluss so richtig einheizen. Und weil die Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, war auch die Hauptversammlung mit mehr als 175 Teilnehmern außergewöhnlich gut besucht. Normalerweise sorgt der Tagesordnungspunkt „Beitragsfestsetzung“ in Vereinen immer wieder für hitzige Diskussionen. Aufgrund der soliden Finanzen werden die Beiträge nicht erhöht. Im Gegenteil sollen sogar die Mitglieder in diesem Jahr jeweils einen Getränkegutschein über zehn Euro erhalten. Für die musikalische Unterhaltung stand am Freitagabend die Warendorfer Stadtkapelle parat.

Einen wahren Ehrungs-Marathon lieferten schließlich die amtierende Königin Cilly Wiedeler und Vizepräses Gerd Vornhusen, die allein 55 Mitglieder für ihre 25 Jahre währende Treue zum Verein ehrten. Besonders verdient gemacht haben sich Hermann-Josef Schwienhorst, Franz Schulze Nahrup und Ehrenpräses Hermann-Josef Vinke, die für ihre 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wurden. Ein außergewöhnlicher Punkt in der Geschichte der Schützen war es, Franz Schulze Nahrup unter stehenden Ovationen zum Ehrenmitglied zu ernennen. „Das hat es nach dem Ende des zweiten Weltkriegs noch nicht gegeben“, wie Vornhusen betonte. Als waschechter Münsterländer sei Schulze Nahrup 1971 in den Schützenverein eingetreten und habe mit seiner ansteckenden Frohnatur und stets gut gelaunt dem Verein viele schöne Stunden geschenkt.

Keine Änderungen ergaben sich bei der Vorstandswahl. Gerd Leve wurde ebenso zum Präses wiedergewählt, wie Volkmar Schmidt als Kassierer und Björn Middendorf als Beisitzer. Zum neuen Kassenprüfer wurde Ralph Perlewitz ernannt.

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