23. Juni 2023 / Allgemein

Konzertiert und zielgerichtet für mehr Klimaschutz

Stadt Telgte verstärkt ihre Klimaschutzanstrengungen

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Konzertiert und zielgerichtet für mehr Klimaschutz

Stadt Telgte verstärkt ihre Klimaschutzanstrengungen

Zusammen mit verschiedenen Partnern wie den Stadtwerken Ostmünsterland, dem Abwasserbetrieb TEO und externen Fachbüros verstärkt die Stadt Telgte ihre Anstrengungen für mehr Klimaschutz: „Mit der Klimastrategie Telgte 2040 hat der Rat einstimmig das Ziel verbunden, dass unsere Stadt bis spätestens 2040 klimaneutral aufgestellt sein soll“, erinnern Bürgermeister Wolfgang Pieper und die Klimaschutz-managerin Katharina Burholt an den ambitionierten Plan. „Auf vielen Feldern finden dazu gerade Aktivitäten statt, laufen Planungen und werden Maßnahmen umgesetzt, die in ihrer Summe Wirkung für den Klimaschutz entfalten“, ergänzt Fachbereichsleiterin Julia Lückfeldt.

Dabei steht ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stadtgebiet weit oben auf der Agenda. Der Rat führt gerade ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans durch, das im Ergebnis endlich die Tür öffnen wird für die Errichtung weiterer und leistungsstärkerer Windenergieanlagen. „Wir haben dazu in jüngster Zeit die Ratsgremien darüber informiert, dass perspektivisch etwa sechs bis acht neue Windräder in Telgte entstehen könnten“, so Julia Lückfeldt. „Auch wenn die Verfahren einen großen zeitlichen Vorlauf benötigen, werden uns diese Kapazitäten den Klimaschutzzielen einen großen Schritt näherbringen.“

Parallel gibt es aktuell gute Rahmenbedingungen für Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen. Für einen ersten Solarpark mittlerer Größe ist ein Standort an der Bundesstraße 51 westlich von Telgte ins Auge gefasst worden. Hier – wie auch beim Ausbau der Windenergie – legt die Stadt großen Wert auf eine örtliche Wertschöpfung, eine finanzielle Beteiligung der Nachbarschaften, eine Öffnung für Bürgerbeteiligung und eine Abstimmung mit der Telgter Bürger Energie TBE sowie den örtlichen Stadtwerken Ostmünsterland. Bisher seien diese Voraussetzungen erkennbar gegeben.

„Die große Nachfrage nach Förderung von PV-Anlagen auf Dächern und nach den sogenannten Balkonkraftwerken zeigt uns, dass im privaten Sektor nicht nur umgedacht, sondern konkret für die Klimaschutzziele gehandelt wird“, fasst Klimaschutzmanagerin Katharina Burholt ihre Eindrücke zusammen. Das Förderprogamm „1.000 Photovoltaikanlagen für den Kreis Warendorf“, das mit städtischen Mitteln auf Kreisebene koordiniert wird, war im vergangenen Jahr und auch im laufenden Jahr schnell überzeichnet. „Die Menschen wollen etwas für den Klimaschutz und für die eigene Energiesicherheit tun“, ist sich Burholt sicher. Bis zum 02. Juli können noch Anträge zum Förderprogramm „1000-Photovoltaikanlagen für den Kreis Warendorf“ auf der Internetseite des Kreises www.sonnendach.waf.de gestellt werden.

Daneben rückt auch der Wärmesektor stärker in den Fokus der Bemühungen. Die Stadt Telgte hat zusammen mit der Nachbargemeinde Ostbevern einen Förderantrag zur Erarbeitung einer Wärmeplanung gestellt. Sollte diesem Antrag stattgegeben werden, kann im zweiten Halbjahr eine Ausschreibung der Leistungen erfolgen. „Die aktuelle Diskussion um die kommunale Wärmeplanung zeigt, dass dieser Sektor noch komplexer im Sinne des Klima-schutzes zu bearbeiten ist, weil es dazu vor Ort noch keine entsprechende Infrastruktur zur Verteilung von Wärme gibt“, erläutert Fachbereichsleiterin Lückfeldt. „Aber gerade hier stecken auf Dauer ungeahnte Potenziale für den Klimaschutz und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.“ 

Zudem bearbeitet die Stadt gerade Schritt für Schritt auch die Thematik einer umwelt- und klimabewussten Mobilität. Auch wenn im ländlichen Raum der PKW nicht ganz wegzudenken sei, wolle man den öffentlichen Personennahverkehr und die Radwegeinfrastruktur weiter stärken. Konkrete Maßnahmen der Stadt sind die kreisweit abgestimmten Projekte zur Einführung von Carsharing, Mobilstationen, Umbau der Haltepunkte und vieles mehr. Klimaschutzmanagerin Katharina Burholt ist sich sicher: „Wenn wir nicht nachlassen, entfalten die vielen kleinen und mittleren Bausteine zum Klimaschutz durchaus eine große Wirkung für Telgte.“

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