27. März 2023 / Allgemein

„Warendorfer Köpfe-Team“ spendet Einnahmen und Gerd Leve verdoppelt

Finanzielle Mittel für den guten Zweck

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„Warendorfer Köpfe-Team“ spendet Einnahmen und Gerd Leve verdoppelt

Finanzielle Mittel für den guten Zweck

Das Orga-Team der Veranstaltung „Warendorfer Köpfe“ ist stolz. Und das zu Recht. Schließlich war die vierte Veranstaltung am 23. Februar zum ersten Mal mit 200 Gästen komplett ausverkauft.  Es ginge ihnen darum, zu zeigen, welch großartige Menschen in Warendorf leben würden und welche Beziehung sie zu ihrem Heimatort hätten, benennt Hess die Beweggründe für das Engagement. „In Warendorf leben viele großartige Menschen. Wir könnten jede Woche eine Veranstaltung haben“, betont der Mitorganisator.

Den Organisatoren ist es wichtig, dass die Einnahmen eins zu eins an soziale Zwecke gehen.  2100 Euro sind im Februar zusammengekommen. 750 Euro bekommt ein ganz besonderer Verein. Christian Homburg, selber Gast der letzten Veranstaltung, leidet seit frühester Kindheit an Muskelschwund. Er sitzt mittlerweile in einem Elektro-Rollstuhl. Sein Leben ist auf der Bewegungsebene ziemlich eingeschränkt. Umso mehr zeigt der junge Warendorfer sich begeistert von einem ganz speziellen Sport, den er seit 18 Jahren betreibt. Er spielt im Bochumer Verein  „Powerchair-Hockey“ und ist sogar Vorsitzender der E-Rolli-Initiative. Das Team mit Namen „Hurricanes Bochum“, in welchem Homburg Stammtorhüter und Team-Kapitän ist, ist derzeit sehr erfolgreich. Aktuell stehen die Spieler auf dem ersten Tabellenplatz der 2. Bundesliga und ein Aufstieg ist sehr wahrscheinlich. „Deshalb können wir das Geld gut gebrauchen. Etwa für die Reparatur der Rollstühle, die Transporte zu den Spielen oder die behindertengerechten Unterbringungen“, bemerkt Christian Homburg dankbar und fügt an, der Verein liege ihm sehr am Herzen. „Er hat mir viel gegeben.“

Die restlichen 1350 Euro fließen in die Kasse der Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. „Da gibt es so viel Leid“, bedauert das Orga-Team. Das weiß auch Comali Kocak ganz genau. Seine Frau stammt gebürtig aus der Region, wo das Erdbeben besonders verheerend war, und viel Schäden verursacht hat. Die Schwester seiner Frau Sunay Kocak hat alles verloren und lebt in ihrer zerstörten Heimat unter schlimmen Verhältnissen. Es ist kalt und oftmals nass. Hinzu kommt, dass die Verwandte vor sechs Wochen Nachwuchs bekommen hat. „Wenn ich mich abends im Bett zudecke, dann denke ich an sie, wie sie leiden müssen, ohne wärmende Decke“, sagt Kocak traurig. Doch einen Lichtblick gibt es. Er hofft, seine Verwandten demnächst für wenigstens drei Monate nach Warendorf holen zu können.

Die Gelder sind also gut angelegt. Das findet auch Gerd Leve. Der Gastronom möchte sowohl die Erdbebenopfer als auch den „Powerchair-Hockey“-Verein als Privatperson noch mehr unterstützen und verdoppelt die Summe.„ Es liegt mir sehr Herzen, beides zu unterstützen“, sagt er. Das heißt, nun gehen 1500 Euro nach Bochum und 2700 Euro als Spende in die Türkei und Syrien. „Wir wollen das bürokratielos machen, sodass wirklich jeder Cent ankommt“, versprochen.

Für die nächste Veranstaltung Warendorfer Köpfe am 19. Oktober versprechen die Organisatoren erneut spannende Gäste. Welche das sein werden, wird nicht verraten. „Wir halten den Spannungsbogen so lange es geht aufrecht“, heißt es. Karten gibt es für 15, ermäßigt zehn Euro in der Buchhandlung Ebbeke berichtet Christoph Hess.

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