13. Februar 2023 / Aus aller Welt

Acht tote Schnabelwale an Zyperns Küste gestrandet

Ungewöhnlicher Fund an der Küste Zyperns: Schnabelwale kommen selten in Küstennähe. Auf der Mittelmeerinsel sind nun mehrere tote Wale angeschwemmt worden. Forscher stehen vor einem Rätsel.

Ein Schnabelwal liegt tot an der Küste Zyperns. Die Todesursache ist laut Fischereibehörde bislang ungeklärt.

Mindestens acht Schnabelwale sind in den vergangenen Tagen an der Nordwestküste der Mittelmeerinsel Zypern angeschwemmt worden. Zur Todesursache sei noch nichts bekannt, hieß es von der zuständigen Fischereibehörde der Mittelmeerinsel. «Wir sind uns noch nicht im Klaren, was geschehen ist», sagte der Sprecher der Fischerei- und Meeresforschungsbehörde, Ioannis Ioannou, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Bei sieben der Tiere handelte es sich demnach um Cuvier-Schnabelwale (Ziphius cavirostris), die weltweit am weitesten verbreitete Art. Beim achten Tier stand die Bestimmung zunächst noch aus.

Schnabelwale orientieren sich über Echoortung: Sie stoßen Klicklaute aus, deren Echos ihnen helfen, Beute oder auch Hindernisse auszumachen. Dieses Echosystem könne durch Sonar-Aktivitäten von Schiffen der Kriegsmarine oder die Schallwellen der schweren Beben in der Türkei gestört worden sein, vermutete Ioannou. Auch eine Erkrankung sei denkbar.

Schnabelwale leben vor allem in tiefen Meeresregionen und kommen selten in Küstennähe. Sie unternehmen sehr tiefe und lange Tauchgänge, um Tintenfische zu erbeuten. Cuvier-Schnabelwale sind regelmäßig auch im Mittelmeer anzutreffen. Die scheuen Tiere sind meist in kleineren Gruppen oder allein unterwegs. Der Deutschen Stiftung Meeresschutz zufolge gelten Cuvier-Schnabelwale als besonders empfindlich, was Störungen etwa durch militärisches Sonar angeht. Vermutet werde, dass sie bei überraschenden Schalldrücken zu schnell aus großer Tiefe aufsteigen und in der Folge sterben. Im Mittelmeer kam es schon mehrfach zu Strandungen der Tiere.


Bildnachweis: © -/Cyprus Marine Research/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Oh Schreck, oh Schreck, der Moritz ist weg!
Allgemein

Schluss, aus und vorbei - Der Moritz muss zurück!

weiterlesen...
Warendorfer Karnevalisten feiern närrische Baustellenparty
Allgemein

Tolle Kostüme und gute Laune beim Prinzenball im Haus Allendorf

weiterlesen...
Freckenhorster Musiker- und Tanzgruppe begeistern in Köln
Allgemein

Spontanen Auftritte auf der Domplatte, dem Alter Markt und in Altstadt Kneipen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Messerangriff auf Kinder: Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Aus aller Welt

Nach dem Messerangriff auf zwei neun und zehn Jahre alter Grundschüler in Duisburg muss der mutmaßliche Angreifer in Untersuchungshaft. Warum er die Kinder auf offener Straße angriff, bleibt unklar.

weiterlesen...
Von zwei Autos angefahren: Dreijähriges Kind stirbt
Aus aller Welt

Ein Kleinkind läuft auf die Straße und wird von zwei Autos angefahren. Noch am Unfallort stirbt es. Wie es dazu kommen konnte, soll ein Sachverständiger klären.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Messerangriff auf Kinder: Haftbefehl wegen versuchten Mordes
Aus aller Welt

Nach dem Messerangriff auf zwei neun und zehn Jahre alter Grundschüler in Duisburg muss der mutmaßliche Angreifer in Untersuchungshaft. Warum er die Kinder auf offener Straße angriff, bleibt unklar.

weiterlesen...
Von zwei Autos angefahren: Dreijähriges Kind stirbt
Aus aller Welt

Ein Kleinkind läuft auf die Straße und wird von zwei Autos angefahren. Noch am Unfallort stirbt es. Wie es dazu kommen konnte, soll ein Sachverständiger klären.

weiterlesen...