27. Juni 2022 / Allgemein

40 Jahre DEULA und kein bisschen müde

Für DEULA-Mitarbeiter Gerd Bergmann ist Ruhestand kein Thema

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40 Jahre DEULA und kein bisschen müde

Für DEULA-Mitarbeiter Gerd Bergmann ist Ruhestand kein Thema

Eigentlich ist Gerd Bergmann aus Warendorf schon 50 Jahre ohne Unterbrechung im Arbeitsleben. Für viele wäre das schon lange ein Grund, sich in den wohlverdienten Ruhestand zu begeben. Bei der DEULA Westfalen-Lippe ist aber ein pünktliches Ausscheiden aus dem Erwerbsleben eher nicht die Regel. Viele arbeiten auch nach Eintritt des Rentenalters weiter – nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen. 

„Einmal DEULAner – immer DEULAner“ heißt es unter den Mitarbeitern des Bildungszentrums für grüne Berufe. Die Fluktuation unter den rund 100 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist bemerkenswert gering. Und auch, wenn wie in jedem Betrieb oft über Stress und zu viel Arbeit geklagt wird, herrscht doch anscheinend ein sehr angenehmes Arbeitsklima auf dem gut 90 Hektar großen Gelände. DEULA-Lehrer Gerd Bergmann wurde jetzt in den Ruhestand verabschiedet: „Als DEULA-Lehrer muss man selbst sein ganzes Leben lang lernen. Das hält einen fit!“ Und der 66-jährige ist tatsächlich fit, gibt nach wie vor Unterricht in den Fachbereichen Kommunaltechnik und Garten- und Landschaftsbau. Als gelernter Landmaschinenmechaniker und Schlossermeister mit über 40 Jahren DEULA-Erfahrung kann Gerd Bergmann allerdings in beinahe jedem der DEULA-Fachbereiche eingesetzt werden: „Solche Leute bezeichnet man gerne als `eierlegende Wollmilchsau´, und das mit allem Respekt“ erklärt DEULA-Geschäftsführer Björn Plaas. „Mitarbeiter wie Gerd Bergmann lässt man ungerne gehen, weil sie mit ihrem didaktischen Talent und ihrer Erfahrung quasi überall einsetzbar sind. Ich bin dankbar, dass Herr Bergmann uns bis auf weiteres noch für einige Stunden in der Woche zur Verfügung steht. Von ihm können auch unsere neuen DEULA-Lehrer und die, die es werden wollen, noch viel lernen!“ 
Denn die DEULA stellt durchaus immer wieder neue Meister, Techniker und Ingenieure ein, die künftig Fächer wie Land- und Baumaschinenmechatronik, Landwirtschaft oder GaLaBau unterrichten sollen. Aber bis diese sich tatsächlich DEULA-Lehrer nennen dürfen, vergehen mitunter Jahre. „Ich bin selber von meinem Mentor Hermann Diedrich in der DEULA ausgebildet worden, wofür ich ihm heute noch dankbar bin“, erklärt Gerd Bergmann. „Die alten Hasen geben ihr Wissen und ihre Erfahrung immer an die nächste Generation der DEULA-Lehrer weiter. So bringt man nicht nur den Azubis etwas bei, sondern auch denen, die mit ihnen arbeiten.“ Und Arbeit gibt es mehr als genug in der DEULA: Ausgebuchte Meisterkurse, ein wachsendes Kursangebot vor dem Hintergrund der Digitalisierung in der Landwirtschaft und im GaLaBau – das Bildungszentrum im Warendorfer Norden ist seit Jahren sukzessive gewachsen, nicht zuletzt durch die Arbeit von begeisterten Ausbildern wie Gerd Bergmann und seinen Kollegen in derselben Altersklasse. Das betont Geschäftsführer Björn Plaas ausdrücklich: „Menschen wie Herr Bergmann und seine Kollegen haben die Geschichte dieses Bildungszentrums mitgeprägt und es zu dem gemacht, was es heute ist. Wir sind dankbar und stolz, wenn sie weiter bei uns arbeiten wollen, denn das ist ein Zeichen, dass es für sie mehr als ein Job ist – es ist eine Berufung!“

40 jähre DEULA

Immernoch im Herzen der DEULA: Ruheständler Gerd Bergmann (2.v.r.) mit Geschäftsführer Björn Plaas (links) und den Lehrgangsleitern Angela Buhne und Rudi Horstmann

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