14. Juli 2021 / Allgemein

Die ganze Stadt im Festivalmodus

Stadt Warendorf lässt nicht unversucht

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Die ganze Stadt im Festivalmodus

Stadt Warendorf lässt nicht unversucht

„Wer diese Chance nicht nutzt, ist selber schuld“ – treffender hätte Daniel Hartmann, Bürgermeister der Stadt Höxter, die Aufbruchsstimmung innerhalb der Warendorfer Delegation zum Abschluss des Besuchs in Höxter nicht auf den Punkt bringen können. Denn nach einem sehr informativen Austausch im historischen Ratssaal und einem anschließenden Rundgang über einen Teil der geplanten Veranstaltungsfläche der Landesgartenschau 2023 war allen Beteiligten klar: „Diese Begeisterung wollen wir auch in Warendorf entfachen“.

Wie reifte in Höxter der Entschluss, sich für die Landesgartenschau 2023 zu bewerben? Welche Herausforderungen taten sich auf dem Weg zur Bewerbung auf? Was passiert nach dem Zuschlag und was bringt die heiße Phase an Problemen aber auch an Chancen mit sich? Diese und viele weitere Fragen hatte Bürgermeister Peter Horstmann im Gepäck, als er sich gemeinsam mit Dr. Martin Thormann (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer), Peter Pesch (Leitender Baudirektor), Doris Krause (Sachgebietsleiterin Bauordnung und Stadtplanung), Pascale Kaell (Teamleiterin Stadtplanung und Altstadtkoordinatorin), André Auer (Teamleiter Veranstaltungen und Stadtwerbung) und David Graubner (Referent des Bürgermeisters und Pressesprecher) auf den rund zweistündigen Weg nach Höxter machte.

In der Stadt angekommen, wartete ein herzlicher Empfang im historischen Ratssaal der Stadt Höxter. Neben Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann standen Claudia Koch (Baudezernentin und Geschäftsführerin der

Landesgartenschau gGmbH), Jan Holsteg (Geschäftsführer der Landesgartenschau gGmbH), Thomas Schöning (Vorsitzender des Fördervereins Landesgartenschau Höxter e.V.), Dietmar Beineke und Arnd Mathias (beide Beisitzer des Fördervereins Landesgartenschau Höxter e.V.) sowie Markus Finger (Referent des Bürgermeisters und Pressesprecher) Rede und Antwort und nahmen sich viel Zeit für die Warendorfer Fragen. Baudirektor Peter Pesch – der extra seinen Urlaub unterbrach – zeigte sich beeindruckt vom Engagement seiner Amtskollegin Claudia Koch, die vom Schulterschluss in den eigenen Reihen berichtete, um mit vereinten Kräften des Baudezernats die Herausforderungen bis zum Start der Landesgartenschau meistern zu können. „Jeder gibt hier alles“ berichtete sie von langen, aber sehr spannenden Arbeitstagen in den letzten Wochen und Monaten.

Diesem Tenor schlossen sich auch die Vertreter des Fördervereins an. Mehr als 600 engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen die Stadt Höxter mit konkreten Ideen, Netzwerkarbeit und eigenen Projekten. Dabei macht Vorsitzender Thomas Schöning die Bedeutung der Ortsteile deutlich, die ähnlich wie in Warendorf einen wesentlichen Teil der Siedlungsstruktur ausmachen. „Die Landesgartenschau gibt uns die Chance, uns als Ortsteile auf dem Kerngelände mit gemeinsamen Projekten zu präsentieren und zu zeigen, dass der Besuch Höxters auch nach der Landesgartenschau extrem lohnenswert und vielfältig sein wird.“

Weitere Parallelen zwischen Höxter und der Stadt Warendorf blieben der Warendorfer Delegation nicht verborgen. Auch in Höxter blieben nur wenige Monate bis zur Einreichung der Bewerbung, auch in Höxter spielt Wasser eine wichtige Rolle und auch in Höxter ist das Ziel prägend, mit der Landesgartenschau nachhaltige und dauerhafte Vorteile für die gesamte Region zu generieren. Dass eine solche Mammutaufgabe zwar sehr viel Arbeit mit sich bringt, vor allem aber auch Chancen bietet, brachte Höxters Bürgermeister Hartmann pointiert zum Ausdruck: „Die Landesgartenschau ermöglicht einen Quantensprung in der Stadtentwicklung.“

Diesen Gedanken griff Bürgermeister Horstmann auf und weckte bei den Vertretern der Stadt Höxter großes Interesse, als er die Bewerbung der Stadt Warendorf für die Landesgartenschau 2026 skizzierte und insbesondere die Entwicklungschancen für die Industriebrache Brinkhaus hervorhob: „Wir wollen in Warendorf mit der Bewerbung zur Landesgartenschau so manchen Knoten lösen. Ihre Begeisterung macht mir Hoffnung, dass uns dies gelingen kann und damit eine tote Fläche inmitten der Stadt bald der Vergangenheit angehören wird.“
Von den Potentialen, die eine Umgestaltung bisher ungenutzten Raums mit sich bringt, konnten sich alle Beteiligten bei der Besichtigung eines Teilbereichs der künftigen Veranstaltungsfläche überzeugen. Wo früher ein Sägewerk in unmittelbarer Nähe zum Weltkulturerbe Kloster Corvey seine Arbeit verrichtete, entsteht nun im Rahmen des Geschichtsparks Corvey ein archäologisches Fenster in die jahrhundertealte Stadtgeschichte Höxters. Zugleich bot der Rundgang gute Gelegenheit, die Gespräche vom Nachmittag in wechselnden Konstellationen fortzuführen und fachlich wertvolle Informationen zu gewinnen. Als die Rückfahrt am frühen Abend deutlich später als geplant bevorstand, war sich Bürgermeister Horstmann mit allen Beteiligten einig: „Es war genau richtig, Höxter ganz konkret über die Schulter zu schauen und wir nehmen eine Menge Erkenntnisse mit nach Warendorf. Wenn uns die Bewerbung gelingt, werden wir dies in ähnlicher Weise für nachfolgende Bewerberstädte fortführen. Solche Tage sind interkommunale Zusammenarbeit par excellence!“ Zum Abschied wagte Bürgermeister Hartmann noch einen Blick in die Glaskugel. „2023 ist ganz Höxter im Festivalmodus. Das wird Ihnen auch 2026 in Warendorf gelingen. Freuen Sie sich drauf“.

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