14. Februar 2020 / Allgemein

Drei Orte, drei Prinzen und ein paar Pillen

Kleines Prinzentreffen bei Porten

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Drei Orte, drei Prinzen und ein paar Pillen

Warendorf. Wenn abends in der Emsstadt die Straßenlaternen erleuchten und die Altstadt wie leergefegt erscheint, dann ist genau die richtige Zeit für ein konspiratives Treffen. Das fand am Mittwochabend in der Gaststätte Porten Leve statt. Klammheimlich und dennoch mit großem Tam Tam und Aufgebot fanden sich gleich drei Karnevalsprinzen in dem altbewährten Gasthaus ein. Das Besondere ist nämlich, dass die Prinzen zwar im gleichen Ort wohnen, aber jeweils in einer anderen Kommune in der Prinzenrolle sind. Moritz, Dombrowski und Pielepogge, die Zepter der drei Prinzen, waren da sicherlich genauso neugierig auf den Talk unter zehn Augen (zwei der Prinzen hatten ihre Prinzessin dabei), wie manch einer der Wirtshausbesucher.

High live und Halligalli elf Tage vor dem Rosenmontag waren einfach ein guter Zeitpunkt, sich frisch und munter zu treffen.  Man tauschte Dönekes ebenso aus, wie man sich über Erkältungskrankheiten während der heißen Session so seine Gedanken machte. Jeder Prinz hatte da sein eigenes Rezept. Während Prinz Frank I. (Hülsbusch), das Sangesoriginal vom Josephs-Hospital, keine Vorbeugung betreibt, „pfeift“ sich die Freckenhorster Prinzessin Manu I., Gemahlin von Prinz Dirk I. (Nölker) gerne mal Vitamin C und Zink ein. Eins haben jedoch die drei Prinzen neben ihrer „uniform-Farbe“gemein: Alle hatten bereits in den vergangenen Jahre intensive Erfahrungen im Karneval gemacht. Als Prinzen allerdings erleben sie jetzt die närrische Zeit von einer ganz anderen Seite. „Das ist wie ein Film, der vor einem Abläuft. Wenn du in die Herxfeldhalle kommst, ist das einfach überwältigend“, sagte Prinz Lui I. ((Ludger Hoppe), von Gesang und Fanfarenklang aus Sassenberg. Das sind auch die Erfahrungen, die Prinz Frank I. gemacht hat. Als Hofsänger war er lange Jahre „Mitläufer“. Jetzt schmückt den IT.-Spezialisten des Warendorfer Josephs-Hospitals das Prinzenornat. Zumindest von Frank Hülsbusch ist bekannt, dass er am liebsten die Regeln ändern und im kommenden Jahr seine Session gerne verlängern würde. 

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