20. September 2021 / Allgemein

Ein Tag für ganz Warendorf

Es wurde in allen Ortsteilen richtig gefeiert

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Éin Tag für ganz Warendorf

Es wurde in allen Ortsteilen richtig gefeiert

Viele hatten es im Vorfeld vermutet, aber dass der „Tag der Musikzüge“ ein derart herausragender Erfolg werden würde, konnte man selbst bei optimistischer Herangehensweise nicht vermuten. Schließlich gilt die Musik der Spielmannszüge und Musikvereine nicht jedermann und -frau als Mainstream, sondern wird sehr oft mit „Schnätteretäng“ und „Dicke Backen Musik“ gleichgesetzt.

Der Tag der Musikzüge, eine Idee vom Chef  eignete sich zum einen dazu, diese Vorurteile auszuräumen. „The Final Countdown“ interpretiert vom Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst ist ein grandioses Beispiel für die oft unterschätzten heimischen Musiker. Zahllose weitere Beispiele ließen sich anführen. Besser noch: Sie wurden intoniert. In Einen, in Milte, in Warendorf, Freckenhorst und Hoetmar, von insgesamt sieben Musikzügen. Der Fanfarenzug und Spielmannszug Milte, die Stadtkapelle Warendorf, der Spielmannszug „St. Georg“ Müssingen, der Berittene Fanfarenzug Freckenhorst, der Orchesterverein Freckenhorst und der Spielmannszug Freckenhorst sorgten für musikalischen Genuss.

Für andere Genüsse hatten zahlreiche Ehrenamtliche aus Vereinen oder auch ohne Vereinsbindung gesorgt. In allen Ortsteilen fehlte es nicht an einem bunten Rahmenprogramm und – ganz wichtig – Spiel und Spaß für die Kleinen. Unübersehbarstes Beispiel dafür sicher die riesige Strohrutsche, die auf der Wiese am Kirchplatz aufgeschichtet war und während des gesamten Tages dem Nachwuchs große Freude bereitete. Ein Freiluftgottesdienst, Kutschfahrten, Kirchturmführungen und viele Elemente mehr belebten den Tag und boten Abwechslung.

Die leiblichen Freuden – hier sind Essen und Trinken gemeint – kamen ebenfalls nicht zu kurz. Gefühlt war heute der Sonntag der schlechteste aller möglichen Tage, um eine Diät zu beginnen oder fortzuführen. Zwar waren es mitunter „nur“ dunkle, heiße Grillwürste in Tomaten-Curry-Tunke, die sich auf die Pappteller hungriger Mäuler geschlichen hatten – aber selbst die schmeckten angesichts der lange vermissten Freizeitaktivitäten dieser Art ausreichend delikat. Auch ein betörender Reibekuchenduft zog sich durch mehrere Ortsteile. In Freckenhorst feierte hierfür der neue Reibekuchenwagen „Alten Könige“ Premiere.

Bürgermeister Peter Horstmann war einer derjenigen, die alle Ortsteile aufsuchten. Während viele die dazu extra eingeladenen Oldtimer-Busse nutzten, fuhr Horstmann mit dem Fahrrad – und wirkte in Hoetmar angekommen kein wenig ermüdet. Eine gute Visitenkarte für eine Fahrradregion, in der das Radeln Spaß macht statt anzustrengen. Ebenfalls überall dabei: Eine Kolonne diverser Trecker-Oldtimer, teils mit sehr authentischen Abgasen und sogar noch Nummernschildern aus der Zeit der Alliierten Kräfte in Deutschland.

Im Vordergrund stand überall die Musik. Die Musikerinnen und Musiker freuten sich, wieder so spielen zu können, wie sie teils bereits sehr lange vermisst hatten. Umsonst und draußen für Menschen, denen das Zuhören Freude bereitet. Das hat es. Der Tag verlief beispielsweise in Warendorf auf dem Laurentiuskirchplatz so erfolgreich, dass er ein vorzeitiges Ende fand, weil die Essensvorräte zur Neige gegangen waren. Alle Teller waren leergegessen.

Das allerdings ist ja bekanntlich ein Zeichen für schönes Wetter am Folgetag. So, wie es heute hatte sein sollen, aber leider nicht ganz geworden ist. Aber es blieb trocken, so dass der „Tag der Musikzüge“, eine Idee von Jörg Middendorf vom Berittenen Fanfarenzug Freckenhorst, der Ideengeber und hauptsächlicher Organisator des Grundgerüsts war, als „Tag für ganz Warendorf“ und ein feucht-fröhliches, sehr erfolgreiches Erlebnis im Gedächtnis bleiben wird. Wiederholung nicht ausgeschlossen!

Bei der Warendorf Stadtteilrally haben folgende Personen gewonnen:

Der 1. Preis von 200,- Euro ging an Gewinner Christian Offer aus Greffen. Weitere  Preise konnten Laura Ripke aus Freckenhorst, Ludger Brinkmann, Paul Poppenborg und Martin Growe alle aus Warendorf und Annika Schmidt aus Einen gewinnen.

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