3. September 2018 / Allgemein

Pferdenachtparcours ohne Fehlerpunkte

Das Wochenende war Spitze

Pferdenachtparcours ohne Fehlerpunkte

Pferdenachtparcours ohne Fehlerpunkte

Zugegeben, ein paar Stangen auf dem dreitägigen Parcours der „längsten Pferdenacht der Welt“ gerieten leicht ins Wackeln, blieben aber liegen und insgesamt lieferte das gut durchorganisierte Spektakel eine Parforceritt durch ein schönes spätsommerlich frühherbstliches Wochenende. So entschädigte der fulminante Auftritt der Kölner Partyband „Schank“ mit ihrem fröhlichen modernen Kneipenfolk den Zeitverzug, der mit Rücksicht auf den abendliche Gottesdienst aufgetreten war. Und auch die Verzögerungen in den Auftritten des Straßentheaters ZouZou am Sonntag verzieh das Publikum gerne.
Nach einem bestens gestarteten Samstag, der eigentlichen Pferdenacht bis 23:00, mit der Gastronomen und Kaufleute rundherum zufrieden sein dürften, war am Samstag ebenfalls nichts vom aktuell umhergeisternden Schimpfwort „Warendorf – die Rentnerstadt“ zu spüren.  Jung und Alt waren auf den Beinen, und das beim 39. Emsseelauf der Warendorfer Sportunion WSU sogar im wörtlichen Sinne. Von den Bambinis bis hin zu älteren Semestern kämpften sich die Läuferinnen und Läufer über die unterschiedlich langen Strecken und hatten enormes Glück mit dem Wetter, das mit milden Temperaturen nahezu ideale Laufbedingungen für einen Spätsommertag bot.
Ideal auch für die Stadtvisite des Josephs-Hospitals, das zum zweiten Mal mit einem Großaufgebot an Technik und (Wo)manpower auf dem Laurentiuskirchplatz sechs Stunden lang Gelegenheit zu einer Sprech-Stunde lieferte. In ungezwungener Atmosphäre konnte jeder der wollte mit rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Abteilung, zudem mit nahezu allen Chefärzten reden und sich über vielerlei Fragen informieren lassen. Mannshohe, teils begehbare Organmodelle, boten eine eindrucksvolle Vorstellung von mancherlei Vorgängen im menschlichen Körper.
Abends dann immer mehr menschliche Körper, die hauptsächlich den Marktplatz – und durchaus auch den Platz vor der Bühne an der Gaststätte „Zur Sonne“ – bevölkerten. Nach „Schank“ hatte dort „Mariuzz“ seinen Auftritt und wer die Brille nicht penibel geputzt hatte hätte glauben können, dass der echte Marius Müller-Westernhagen in Warendorfs guter Stube davon sang, wie es ihm geht – so nah dran war die vielköpfige Truppe inklusive Frontmann am Original.
Auch der verkaufsoffene Sonntag bot ein überzeugendes Bild. Eine volle Altstadt, zahlreiche Warendorfer und auswärtige Besucher die zu Shoppen in die an diesem Wochenende sehr lebendige  Stadt gekommen waren. Vom Cent-Angebot der Günstig-Discounter bis hin zu fünfstelligen Angeboten (Mercedes Beresa hatte die Innenstadt und den historischen Marktplatz zur Automeile umfunktioniert) reichten die Angebote. Die Kauflust war gut, wie sich an gut gefüllten Einkaufstaschen ablesen ließ. Und das Rahmenprogramm sogar bestens. Denn mit der Vorführung der Pferdeflüsterin Lene Husch und ihres Araber-Schimmels Sarouc (dem Filmpferd „Sabrina“ aus der Bibi-und-Tina-Reihe), sowie den Auftritten von ZouZou und dem Programm „Ganesha, Ganeshi, der glückliche Elefant“ war anspruchsvolle Kultur in Warendorf zu Gast. Selbiges gilt für die im Modehaus ebbers gezeigten Darbietungen des GOP-Varietés. Zudem bot der Sonntag gleich zwei musikalische Leckerbissen, die die Trommelfell nicht besser hätten verwöhnen können. In der Stallgasse (Münsterstraße) brillierten „Wine & Dine“ einmal mehr mit semiakustischen Sounds und auf der – leider viel zu großen – Bühne auf dem historischen Marktplatz gingen die perfekten Arrangements des „neuton duo“ im Gebrummel der Besucher halbwegs unter. Besonders schade auch deshalb, weil Anna und Tobias mit ausgefeilten Versionen bekannter Songs aufwarteten, die in ihrem neuen Sound teils besser, weil raffinierter, klangen, als die Originale. Einhellige Meinung anwesender Musikenthusiasten: Schank und das neuton-duo müssen unbedingt wieder nach Warendorf kommen.

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