8. Juni 2024 / Aus aller Welt

Bahnbetreiber legt nach Zugunglück Schlafwagen still

Ein schweres Eisenbahnunglück mit vier Toten hat Tschechien erschüttert. Jetzt zieht der Bahnbetreiber Konsequenzen.

Rettungskräfte arbeiten am 6. Juni an der Unfallstelle nach dem Zusammenstoß zweier Züge in Pardubice.

Nach einem Eisenbahnunglück in Tschechien mit vier Toten zieht der Betreiber des beteiligten Personenzugs nun 13 Schlafwagen aus dem Verkehr. Grund dafür sei die Entdeckung von Konstruktionsfehlern bei diesem Wagentyp österreichischer Bauart, teilte das private Eisenbahnunternehmen Regiojet mit. 

Bei dem Unglück im tschechischen Pardubice in der Nacht zu Donnerstag war aus bislang ungeklärter Ursache ein voll besetzter Personenzug mit einem Güterzug frontal zusammengestoßen. Vier Menschen kamen ums Leben, 23 weitere wurden verletzt. Der nächtliche Schnellzug von Regiojet war auf dem Weg von Prag ins slowakische Kosice. An Bord waren nach Angaben der Feuerwehr mehr als 300 Passagiere. Die Bahninfrastruktur in dem EU-Mitgliedstaat Tschechien ist nach Ansicht von Experten stark überholungsbedürftig. 

In der Mitteilung des Bahnunternehmens hieß es nun, bei dem Unglück sei bei einem der Schlafwagen der Wagenrahmen zwischen dem ersten und zweiten Abteil gebrochen. Dies sei die Ursache dafür gewesen, dass die vier Passagiere ums Leben kamen. Bei Nachforschungen habe sich herausgestellt, dass bereits 2018 bei einem weniger schweren Unfall bei Salzburg ein Schlafwagen der österreichischen ÖBB desselben Typs und desselben Herstellers in ähnlicher Weise beschädigt worden war. Daher habe man sich entschlossen, alle Schlafwagen dieser Bauart zu verschrotten. 


Bildnachweis: © Vostárek Josef/CTK/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Nationalelf lässt Stimmung im Naturbad Ennigerloh eskalieren
Allgemein

Perfekte Kulisse zum Eröffnungsspiel der Europameisterschaft

weiterlesen...
Warendorfer Reitverein eröffnet neue Reitanlage mit hochkarätigem Sommerturnier
Allgemein

Erstes Sommerturnier auf der neuen Reitanlage des Reit- und Fahrvereins Warendorf

weiterlesen...
Das 3 in 1 Schützenfest
Allgemein

König Ralf Kerkhoff von Whiskyglas und Kinderspaß

weiterlesen...

Neueste Artikel

Mann mit Hammer: Niedersachse kommt in Psychiatrie
Aus aller Welt

In der Nähe der Reeperbahn droht ein 39-Jähriger mit einem Hammer und wird von Polizisten angeschossen. Ein Haftrichter hat nun einen Unterbringungsbefehl gegen den Mann erlassen.

weiterlesen...
GdP-Chef nach Angriffen auf Polizei: Debatte über Ausrüstung
Aus aller Welt

Hamburg, Niedersachsen, Bayern: Nach dem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Mannheim waren Beamte auch am Wochenende bei Einsätzen Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt. Ihre Gewerkschaft stellt nun eine Forderung.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mann mit Hammer: Niedersachse kommt in Psychiatrie
Aus aller Welt

In der Nähe der Reeperbahn droht ein 39-Jähriger mit einem Hammer und wird von Polizisten angeschossen. Ein Haftrichter hat nun einen Unterbringungsbefehl gegen den Mann erlassen.

weiterlesen...
GdP-Chef nach Angriffen auf Polizei: Debatte über Ausrüstung
Aus aller Welt

Hamburg, Niedersachsen, Bayern: Nach dem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Mannheim waren Beamte auch am Wochenende bei Einsätzen Bedrohungen und Gewalt ausgesetzt. Ihre Gewerkschaft stellt nun eine Forderung.

weiterlesen...