2. März 2022 / Aus aller Welt

Drei weitere Tote bei Überschwemmungen in Australien

Nach den historischen Überschwemmungen in Australien steigt die Zahl der Toten an. Aber es gibt noch immer keine Entwarnung und die Behörden gehen von weiteren Opfern aus.

Viele Menschen versuchen vor den schnell steigenden Wassermassen zu fliehen.

Die Zahl der Toten bei den verheerenden Überschwemmungen im Osten Australiens steigt weiter. Es seien zwei weitere Opfer in der besonders betroffenen Stadt Lismore bestätigt worden, berichtete der australische Sender ABC unter Berufung auf die Behörden.

Damit sind im Bundesstaat News South Wales mittlerweile drei Menschen ums Leben gekommen. Im angrenzenden Queensland wurde der Polizei zufolge ebenfalls ein weiteres Opfer geborgen. Hier starben bislang zehn Menschen.

Die Behörden rechneten angesichts der dramatischen Situation in vielen Gebieten mit weiteren Toten. «Realistisch gesehen wissen wir, dass wir in den kommenden Tagen möglicherweise mehr Todesfälle verzeichnen werden», sagte der stellvertretende Ministerpräsident von New South Wales, Paul Toole. «Dies ist ein katastrophales Ereignis.»

Auslöser der Überschwemmungen

Nach einem Besuch in der Stadt Ipswich sagte die Regionalpremierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, die Situation sei «unbeschreiblich». Es werde lange dauern, die Region wiederaufzubauen. Die Menschen seien untröstlich. Viele weinten und wüssten derzeit nicht, wie es weitergehen soll.

Die Einsatzkräfte waren weiter unermüdlich im Einsatz, um in Not geratenen Menschen zu helfen. Hunderte Schulen blieben geschlossen, Straßen waren gesperrt. Noch immer gab es keine Entwarnung: Meteorologen sagten vor allem für die Region rund um die größte australische Stadt Sydney sowie für den Südosten von Queensland weiteren Starkregen mit möglichen Überflutungen voraus. Der Wetterdienst von Queensland warnte auf Twitter vor «großem bis gigantischem Hagel» und «möglicherweise zerstörerischen Windböen».

Auslöser für das Extremwetter war ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet. In einigen Gegenden hatte es innerhalb von wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr. Ganze Ortschaften wurden von den Wassermassen quasi «verschluckt». In vielen Häusern und Straßen standen die braunen Fluten meterhoch.


Bildnachweis: © Jason O’brien/AAP/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Karneval? Kolpinghaus! Die Geschichte geht weiter
Allgemein

Warendorfer Karneval ist für diese Session gesichert

weiterlesen...
WaKaGe feiert rauschenden Auftakt im Hause Allendorf
Allgemein

Prinz Frank I. wird als Hofsänger mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet

weiterlesen...
Bekommen Warendorf und Sassenberg eine Veranstaltungshalle?
Allgemein

WiWa und Investor Karl Elmer wollen Stein ins Rollen bringen

weiterlesen...

Neueste Artikel

Dugong-Kühe teils vom Aussterben bedroht
Aus aller Welt

Sie sollen einst die Vorlage für den Mythos der Meerjungfrau geliefert haben. Vor der Küste Ostafrikas könnten die Dugong-Seekühe jedoch bald unwiederbringlich verschwunden sein.

weiterlesen...
RKI: Viele Klinikeinweisungen wegen Atemwegsinfektionen
Aus aller Welt

Werte so hoch wie sonst bei schweren Grippewellen: Viele Menschen haben mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen, manche müssen ins Krankenhaus. Bei Corona bleibt eine klare Trendumkehr aber erst einmal aus.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Dugong-Kühe teils vom Aussterben bedroht
Aus aller Welt

Sie sollen einst die Vorlage für den Mythos der Meerjungfrau geliefert haben. Vor der Küste Ostafrikas könnten die Dugong-Seekühe jedoch bald unwiederbringlich verschwunden sein.

weiterlesen...
RKI: Viele Klinikeinweisungen wegen Atemwegsinfektionen
Aus aller Welt

Werte so hoch wie sonst bei schweren Grippewellen: Viele Menschen haben mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen, manche müssen ins Krankenhaus. Bei Corona bleibt eine klare Trendumkehr aber erst einmal aus.

weiterlesen...