10. Oktober 2021 / Allgemein

Endlich wieder Leben auf den Freckenhorster Straßen

Freckenhorster Herbst 2021

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Endlich wieder Leben auf den Freckenhorster Straßen

Freckenhorster Herbst 2021

Herrlicher Sonnenschein – bis auf die ersten morgendlichen Minuten als der Dunst noch in den Straßen lag – und angenehme Temperaturen. So konnte die Stiftsstadt am Samstag endlich wieder einmal erleben was es heißt, Leben auf den Freckenhorster Straßen zu haben.

Zwar nicht das pralle Leben, aber der Unterschied zum Freckenhorster Herbst der früheren Jahre war bei der pandemiebedingt eingeschränkten Variante 2021 am Samstag kaum zu spüren. Am ehesten fällt auf, dass die Straßen an der Trödelmeile nicht wie sonst auf beiden Seiten, sondern einseitig belegt wurden. Wahrgenommen haben die Besucher das aber kaum. Denn das Angebot war auch bei der Hälfte der Trödelstände reichlich und bunt, und es machte allen Beteiligten sichtlich Spaß nach der unerwünschten Pause im Vorjahr endlich wieder einen Freckenhorster Herbst erleben zu dürfen. Das bestätigten viele. Entweder durch ihre Äußerungen oder einfach durch ihr Tun. Überall freuten sich Menschen einander zu treffen, miteinander zu schnacken und auf vielen der Gesichter, kaum eins durch Masken verhüllt, war ein Lächeln zu sehen.

Vermissen werden sicherlich einige Besucher die kleine Kirmes, die sonst den Stiftsmarkt ziert. Denn in diesem Jahr dröhnt hier kein Autoscooter seine wummernden Bässe und das ständige Tuten über das Pflaster. Still ist es hier trotzdem nicht, denn für 2021 wurde eine lebendige Mischung aus Kinderkarussell, Schießbude, Süßwarenstand sowie diversen Imbiss- und Getränkemöglichkeiten gefunden, so dass an den reichlich vorhandenen Bierzeltgarnituren ausgelassen fröhliches Leben herrscht.

Ein zentrales Element des Freckenhorster Herbst ist der Fassanstich mit der Ehrung eines verdienten Bürgers. Diese Ehrung erhielt 2021 August Finkenbrink – der Fassanstich ging allerdings völlig daneben, denn das Bier lief nur tröpfchenweise. Schnell wurde um disponiert und das Bier aus dem extra dafür geschaffenen Bierwagen geholt. Im „Trotz-Corona-feiern-wir-einen-Freckenhorster-Herbst“-Jahr aber kein Problem. 

Eine Party zu feiern war allerdings in diesem Jahr nicht möglich, also steht in der neuen Mitte kein Zelt. Auf die übliche bayerische Musik müssen die Besucher in diesem Jahr ebenfalls verzichten. Stattdessen lädt hier ein Kinderkarussell die Kleinen zum Raketenfliegen ein und die umliegenden Angebote an Leckereien bieten Stärkung für den weiteren Spaziergang durch die lange Trödelmeile, an der die Stände etwas weiter als sonst auseinandergezogen sind. 

Auch am Sonntag wird erwartungsgemäß viel – und vermutlich noch mehr als am Samstag – los sein. Der Besuch des Freckenhorster Herbstes, unabhängig von möglicherweise fehlenden Elementen, lohnt sich auf jeden Fall. Besonders natürlich für alle Schnäppchenfreunde, denn erfahrungsgemäß sind am Sonntag viele andere Trödelstände zu finden. Und auf jenen, die bereits am Samstag da waren, wurde in der Regel fleißig nach gelegt.

Wegen des vermutlich guten Besuchs ist es ratsam, die Parkverbote rund um den Freckenhorster Herbst ernstzunehmen und die ausgeschilderten Parkmöglichkeiten zu nutzen . Dann ist es möglich, entspannt durch die Stiftsstadt zu schlendern, ohne sich zu überlegen, was das unvermeidliche Knöllchen oder gar der Abschlepphaken wohl kosten. 

Auch in Anbetracht der Tatsache dass es in Sassenberg in diesem Jahr keinen Allerheiligenmarkt geben wird, lohnt sich der Besuch in Freckenhorst auf jeden Fall. Denn eine jahrhundertealte Bauernregel lautet:

Strömt beim Freckenhorster Herbst der Regen,
ist für Fettmarkt dies ein Segen.
Doch lacht in Freckenhorst die Sonne,
kloppt das den Fettmarkt in die Tonne!

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