3. März 2021 / Allgemein

Jugend forscht auch im Lockdown

Sieger des 35. IHK-Regionalwettbewerbs stehen fest

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Jugend forscht auch im Lockdown

Sieger des 35. IHK-Regionalwettbewerbs stehen fest

Münsterland. - Der IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“, der erstmals online durchgeführt wurde, ist beendet. Nach der Siegerehrung stehen seit gestern Abend (1. März) auch die Schülerinnen und Schüler fest, die das Münsterland im Landeswettbewerb der beiden Altersklassen (bis 14 Jahre bzw. 15 bis 21 Jahre) vertreten. Trotz der vollkommen veränderten Wettbewerbsbedingungen hatten sich 137 junge Forscherinnen und Forscher von 23 Schulen aus dem Münsterland mit 83 Projekten beteiligt. Die IHK Nord Westfalen hat den Wettbewerb zum 35. Mal ausgerichtet. Erneut wurde sie dabei von der BASF Coatings GmbH (Münster) unterstützt.

„Der Forschergeist der Schülerinnen und Schüler lässt sich auch vom Lockdown nicht ausbremsen“, resümierte IHK-Vizepräsidentin Melanie Baum während der Siegerehrung und folgerte: „Es war richtig und wichtig, den Jungforschern trotz der Pandemie eine passende Plattform zu bieten, damit sie ihre Talente unter Beweis stellen können, sich vernetzen und sehen, dass die regionale Wirtschaft sehr daran interessiert ist, wie und woran sie forschen.“ Die Region brauche MINT-Fachkräfte, also Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker.

Das bestätigte Wolfram Schier, Werkleiter von BASF Coatings in Münster, die den IHK-Regionalwettbewerb seit 2002 unterstützt: „Für uns ist es eine Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Deshalb fördern wir als BASF am Standort Münster langfristig zukunftsweisende Projekte im naturwissenschaftlichen Bereich wie den Regionalwettbewerb ‚Jugend forscht‘. Dadurch möchten wir schon früh junge Forscherinnen und Forscher für die Vielfalt und Faszination der MINT-Fächer begeistern.“ Durch Gespräche beim Wettbewerb „Jugend forscht“ hätten sich schon einige Praktika ergeben. Interessierte Nachwuchskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich seien jederzeit willkommen, so Schier.

IHK-Vizepräsidentin Baum bezeichnete den IHK-Regionalwettbewerb Jugend forscht als echte Talentschmiede für die Wirtschaft. Durch diese etablierte Initiative mit einer langen Geschichte und hohen Teilnehmerzahlen habe die Region einen Vorsprung bei der Talentförderung von MINT-Fachkräften, die gerade durch den aktuellen Förderwettbewerb des Bundesbildungsministeriums zum Ausbau der MINT-Nachmittagsangebote neuen Rückenwind bekomme.

Baum bedankte sich vor allem bei den Betreuungslehrerinnen und -lehrern: „Auf Sie und Ihr Engagement kommt es an: Sie begeistern, motivieren und unterstützen Ihre Schüler auch weit über die Unterrichtszeit und das übliche Maß hinaus - das ist vorbildlich“, sagte sie. Ihr Dank galt aber auch den Jurorinnen und Juroren, die „mit ihrem Fachwissen und gutem Gespür nicht nur erfolgversprechende Sieger für die nachfolgenden Landeswettwerbe ermitteln“. Sie schafften es zudem, mit pädagogischem Geschick auch die Teilnehmer, die nicht oben auf dem Siegertreppchen stehen, „zu motivieren, weiter zu forschen und den MINT-Fächern treu zu bleiben“.

Großes Lob gab es von Wettbewerbsleiter Berthold Sommer (Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt) für das Team der IHK Nord Westfalen, das den Wettbewerb mit hohem technischen und organisatorischen Aufwand „von der gewohnten Umgebung der Stadthalle Hiltrup in die digitalen Welt transformiert hat“. Dabei habe das Team um den offiziellen Wettbewerbspaten Dr. Eckhard Göske, Leiter der IHK-Industrieabteilung, die Fäden stets in der Hand gehalten. Vom Multimediastudio der IHK in Münster aus wurden die Standorte von Wettbewerbsteilnehmern und Juroren im Münsterland online miteinander vernetzt.

Göske selbst bedauerte, dass der Wettbewerb „nicht in gewohnt quirliger Atmosphäre“ in der Stadthalle Hiltrup in Münster stattfinden konnte: „Jugend forscht muss man live in der Gemeinschaft erleben, um zu verstehen, mit welchem Engagement und mit welcher Begeisterung der Forschernachwuchs bei der Sache ist.“ Er hoffe deshalb, dass der Regionalwettbewerb im nächsten Jahr wieder als Präsenzwettbewerb durchgeführt werden kann. Das sei wichtig für den Zusammenhalt in der Jugend-forscht-Familie, so Göske, „für das gegenseitige Kennenlernen der jungen Forscherinnen und Forscher und den Austausch über die Projektarbeiten“.

Den Landeswettbewerb in der Altersgruppe „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) richtet vom 22. bis 24. März 2021 die Bayer AG in Leverkusen aus, den Landeswettbewerb in der Altersgruppe „Schüler experimentieren“ (bis 14 Jahre) am 7. und 8. Mai die Westenergie AG in Essen.

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