Wegen einer neuen Unwetterwarnung sind mehr als 1000 Menschen auf der zuletzt von heftigen Erdrutschen heimgesuchten Insel Ischia zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden. Die Evakuierungen sollten am Freitag um 16 Uhr beginnen, wie die Behörden ankündigten. Die Menschen in der am heftigsten betroffenen Gemeinde Casamicciola, wo wegen der Unwetter des vergangenen Wochenendes elf Menschen gestorben sind und eine Frau noch als vermisst gilt, werden in Hotels oder Sporthallen untergebracht, wie es hieß. Sonderkommissar Giovanni Legnini stellte klar, dass niemand gezwungen werde, sein Haus zu verlassen. Er hoffte aber auf die Vernunft der Einwohner. Der Zivilschutz stufte die Gefahrenlage zwar als gelb ein und damit noch nicht als orange oder rot, die zwei höchsten Warnstufen. Allerdings könnten die neuen Niederschläge erneut zu Erdrutschen führen in den Gebieten, in denen zuletzt riesige Schlamm- und Wassermassen durch die Wohngebiete geströmt waren. «Die Evakuierungen sind eine Vorsichtsmaßnahme», stellte Italo Giulivo vom Zivilschutz der Region Kampanien klar. Am Donnerstag hatten die zahlreichen Einsatzkräfte auf Ischia drei der bislang noch vier vermissten Menschen tot gefunden. Die Opferzahl der Unwetter vom vergangenen Wochenende, die Erdrutsche und Überschwemmungen mit sich brachten, stieg damit auf elf. Eine Frau wurde noch unter den Schlammmassen vermutet.
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Ischia: Mehr als 1000 Menschen werden evakuiert
Das Leben für die Menschen auf Ischia kommt nicht zur Ruhe. Nach den verheerenden Unwettern und Erdrutschen der vergangenen Tage gibt es jetzt eine neue Warnung.
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