15. März 2022 / Aus aller Welt

Saharastaub färbt halb Spanien gelb-rötlich

«Blutregen» nennen die Spanien das Phänomen: Staub aus der Sahara lässt den Himmel mal gelb, mal orange oder rot leuchten.

Die Sicht auf die Stadt Granada von der Alhambra ist durch Saharastaub getrübt.

Unmengen von Staub aus der Sahara haben weite Teile Spaniens in Gelb, Orange und Rot getaucht. Staubschichten bedeckten am Dienstag Gehwege und Straßen, Dächer und Fahrzeuge.

Die Luft war zum Teil sehr staubig, der Himmel leuchtete vielerorts diesig, mal gelb, mal orange oder rot. Die Zeitung «El País» sprach von einem «spektakulären Ereignis». «Seit vielen Jahrzehnten hatte es so etwas nicht mehr gegeben», so das Blatt. Betroffen waren unter anderem Städte wie Almería im Süden, Alicante, Valencia und Cartagena im Osten und Madrid und Segovia im Zentrum des Landes.

Wie viele Ärzte warnte auch Madrids Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida, die Qualität der Luft sei aufgrund des Staubs sehr schlecht. Man solle Aktivitäten im Freien möglichst vermeiden. Gefährdet seien insbesondere ältere Bürger und kleine Kinder sowie alle Menschen mit Herz- und Atemproblemen, hieß es. Viele gingen trotzdem auf die Straße, um Fotos zu machen oder ein bisschen Wüstenstaub aufzusammeln und nach Hause zu tragen. Dabei trugen sie oft Mund- und Nasenschutz - obwohl in Spanien wegen der niedrigen Corona-Zahlen keine Maskenpflicht im Freien mehr herrscht.

Verantwortlich war ein Phänomen, das in Spanien «calima» oder auch «lluvia de sangre» («Blutregen») genannt wird, weil es normalerweise von Niederschlägen begleitet wird - was diesmal aber in den meisten Regionen nicht der Fall war. Ein Tiefdruckgebiet verursacht Winde, die den Wüstenstaub von Afrika nach Europa transportieren. Das kommt zwar nicht selten vor. Doch diesmal war das Phänomen besonders heftig und eindrucksvoll. So stark sei eine «Calima seit Jahrzehnten nicht mehr gewesen», wurden Meteorologen vom staatlichen Fernseh-Sender RTVE zitiert. Das Phänomen werde noch zwei oder drei Tage anhalten.


Bildnachweis: © Álex Cámara/EUROPA PRESS/dpa
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