Nach dem tödlichen Angriff bei einem kurdischen Gemeindezentrum in Paris haben zahlreiche Menschen in der französischen Hauptstadt protestiert. Am Pariser Place de la République versammelten sich am Samstagmittag etliche Menschen, um den Angriff zu verurteilen. Der CDK-F schrieb von Tausenden Teilnehmern noch vor dem offiziellen Beginn der Demonstration. Die Polizei gab zunächst keine Auskunft zur Teilnehmerzahl. Die Stimmung war Medienberichten zufolge teils aufgeheizt. Am Rande der Demonstration kam es demnach zu einzelnen Zusammenstößen. Demonstranten hätten die Ordnungskräfte beworfen, die Polizei habe Tränengas eingesetzt, berichtete der Sender BFMTV. Elf Menschen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Einige Autos und Schaufenster wurden demnach beschädigt. Auch am Freitagabend hatte es bei einer Versammlung beim Angriffsort leichte Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften gegeben. Am Freitag hatte ein Mann in einem kurdischen Gemeindezentrum sowie einem Restaurant und einem Friseursalon gegenüber des Zentrums mehrere Schüsse abgefeuert und drei Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden bei dem Angriff im zehnten Pariser Arrondissement verletzt. Nach Angaben des kurdischen Dachverbands Demokratischer Kurdischer Rat in Frankreich (CDK-F) sind alle Opfer kurdische Aktivisten. Lokale Medien berichteten von einer teils aufgeheizten Stimmung vor Ort. Am Rande der Demonstration am Place de la République sei es zu einzelnen Ausschreitungen gekommen. Der Sender BFMTV schrieb, Demonstranten hätten die Polizei beworfen - womit genau, war zunächst unklar. Die Ordnungskräfte hätten Tränengas eingesetzt. Die französische Justiz ermittelt nun auch wegen eines rassistischen Motivs. Wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte, bleibe die Maximalstrafe, die dem Verdächtigen droht, unverändert bei lebenslanger Haft. Bereits am Freitag waren Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Gewalt eingeleitet worden. Bereits am Freitag wurden Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Gewalt eingeleitet. Am Samstagabend wurde der mutmaßliche Täter in die Psychiatrie eingeliefert. Der mutmaßliche Täter, ein 69 Jahre alter Franzose, wurde festgenommen. Er war erst vor wenigen Tagen aus der Haft gekommen. Im vergangenen Jahr hatte er ein Zeltlager von Migranten angegriffen und mehrere Menschen verletzt. Auch 2016 soll er Medienberichten zufolge einen Mann mit einem Messer angegriffen haben. Bei einer Untersuchung stellte ein Arzt am Samstag fest, dass der Gesundheitszustand des Mannes sich nicht mit seinem Aufenthalt in Polizeigewahrsam vertrage. Der Verdächtige kam auf die psychiatrische Station der Polizeipräfektur. Sobald sein Gesundheitszustand es ermöglicht, soll der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. «Er wollte offensichtlich Ausländer angreifen», sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin. Ob sich der Anschlag explizit gegen Kurden richtete, sei aber unklar. Das Motiv sei unbekannt, der Verdächtige sei nicht als Rechtsextremist bei den Sicherheitsbehörden erfasst gewesen, ein rechter Hintergrund der Tat werde aber geprüft. Medien berichteten nun, der Mann habe der Polizei gesagt, dass er Rassist sei und die Tat deshalb begangen habe. Der Sender BFMTV schrieb zudem, der Verdächtige habe ausgesagt, dass er gezielt die kurdische Gemeinde habe angreifen wollen. Der CDK-F hatte den Angriff als «terroristische Attacke» gewertet, zu der es nach zahlreichen türkischen Drohungen gekommen sei. Die Türkei bekämpft seit langem kurdische Unabhängigkeitsbestrebungen, die von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und weiteren kurdischen Organisationen vorangetrieben werden. Nach dem Angriff will Frankreich kurdische Treffpunkte schützen. Landesweit sollten durchgehend Wachen an Versammlungsorten der kurdischen Gemeinde aufgestellt werden. Darmanin wollte zudem prüfen, ob es weitere Bedrohungen gegen Kurdinnen und Kurden in Frankreich gebe. Der Innenminister kündigte weiter an, auch türkische diplomatische Vertretungen im Land zu schützen, um Gegenangriffe zu verhindern.Ermittlungen wegen rassistischen Motivs
«Er wollte offensichtlich Ausländer angreifen»
Kurdische Treffpunkte sollen geschützt werden
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Paris: Proteste nach Angriff auf kurdisches Zentrum
Der Verdächtige saß bereits wegen einer Attacke auf ein Zeltlager von Migranten im Gefängnis. Bei Protesten gegen die Bluttat in einem kurdischen Gemeindezentrum ist die Stimmung aufgeheizt.
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