26. Februar 2023 / Aus aller Welt

Nach Erdbeben: Erste EU-Hilfe-Flugzeuge in Syrien gelandet

Nach der Katastrophe an der türkisch-syrischen Grenze sind mehrere hundert Tonnen Hilfsgüter nach Damaskus geliefert worden. Das soll jedoch nur der Anfang sein.

Der 15-jährige Muhammad Al-Mula sitzt in der Nähe seines zerstörten Hauses: Die Menschen in Syrien bekommen nach dem Erdbeben Hilfe von der EU.
Veröffentlicht am 26. Februar 2023 um 12:19 Uhr

Als Teil einer humanitären Luftbrücke für Syrien sind zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern in der Hauptstadt Damaskus gelandet. Sie lieferten unter anderem winterfeste Zelte, Ausrüstung für Unterkünfte und Heizgeräte, wie die EU-Kommission am Sonntag mitteilte.

Es seien die ersten Flüge dieser Art, die in Damaskus gelandet sind, weitere sollten folgen. Sie liefern Hilfe aus EU-Lagern in Dubai sowie Brindisi in Italien für die Bevölkerung sowohl in den von der Regierung kontrollierten als auch in den nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten.

Materielle und humanitäre Hilfe

Insgesamt werden den Angaben zufolge über diese Luftbrücke 420 Tonnen Hilfsgüter geliefert. 225 Tonnen davon im Wert von 1,1 Millionen Euro kämen aus EU-eigenen Beständen. Zusätzlich hätten Deutschland und 14 weitere europäische Länder Hilfe angeboten, nachdem Syrien den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert hatte.

Insgesamt habe die EU bislang mit humanitärer Hilfe im Wert von 10 Millionen Euro auf die Erdbebenfolgen in Syrien reagiert. Mehr als 6 Millionen Euro davon seien im Rahmen laufender humanitärer Projekte umgewidmet worden.

Zur Unterstützung der Arbeiten in der Türkei seien 1650 Retter und 110 Suchhunde entsandt worden. Die Rettungsteams hätten ihre Arbeit mittlerweile eingestellt. Fünf medizinische Teams aus Albanien, Belgien, Frankreich, Italien und Spanien seien weiter vor Ort und hätten bereits mehr als 4000 Menschen behandelt. 20 EU-Staaten hätten Unterkünfte, medizinische Ausrüstung, Lebensmittel und Kleidung zur Verfügung gestellt.

Die EU habe 5,7 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Unterstützung der in der Türkei betroffenen Menschen bereitgestellt. Mitte März ist eine internationale Geberkonferenz für die Opfer der Erdbebenkatastrophe mit mehr als 50.000 Toten geplant.


Bildnachweis: © Anas Alkharboutli/dpa
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