Zehn Jahre nach der Gründung hat die Initiative «Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung» eine positive Bilanz gezogen. Was 2013 als Modellprojekt in Frankfurt gestartet war, gibt es inzwischen in 36 Krankenhäusern bundesweit. Wie die Organisatoren anlässlich des Jubiläums berichteten, wurden in diesen zehn Jahren mehr als 1100 Frauen medizinisch versorgt. «Nach einer Vergewaltigung brauchen betroffene Frauen und Mädchen einen schnellen und unbürokratischen Zugang zur medizinischen Versorgung - ohne dass dabei eine Anzeige bei der Polizei erfolgen muss», erläuterte Angela Wagner von der Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt den Grundgedanken der Initiative. Vor der Gründung wurden mit Ärzten, Rechtsmedizinern, Polizei und Justiz Standards und Vorgehensweisen erarbeitet. Ziel ist es, betroffenen Frauen «eine rechtssichere Spurensicherung im Krankenhaus» anzubieten. «Damit ergeben sich in der Regel bessere Chancen bei einer späteren Anzeige», so Wagner. Die Zahl der Frauen, die das Angebot nutzen, wächst. Allein in Frankfurt sind acht Krankenhäuser dabei - in ihnen haben sich 2022 nach Angaben der Initiative 72 Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung vertraulich versorgen lassen. 2021 waren es 55 Betroffene gewesen.
Bildnachweis: © Arne Dedert/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
36 Krankenhäuser bieten Soforthilfe nach Vergewaltigung
Für Opfer ist nach einer Vergewaltigung auch die richtige medizinische Versorgung essenziell. Eine Frankfurter Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, diese schnell und unbürokratisch zu ermöglichen.
Meistgelesene Artikel
- 5. August 2026
Drei Tage Ballonzauber und Familienprogramm auf dem Lohwall
Warendorfer Montgolfiade 2026
- 18. August 2026
Taira Löbke setzt dem Jubiläum der Damengarde die Krone auf
Erst die Feuerwehr, dann der Regen und am Ende eine Königin
- 11. August 2026
Einbahnstraße auf der B64: Das müssen Autofahrer jetzt wissen
Fernwärme-Arbeiten in Warendorf sorgen ab 13. August für weiträumige Umleitung
Neueste Artikel
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. September 2026
Forscher: Wasserdefizit in Deutschland verschlimmert sich
In Deutschland nehmen die Wasserreserven immer weiter ab. Nun machen Forscher deutlich, dass nicht fehlender Regen, sondern die steigenden Temperaturen dafür maßgeblich sind.
- 5. September 2026
Mehr als 1.000 Fälle von West-Nil-Virus in Europa
In Europa steigen die Infektionen mit dem West-Nil-Virus: Inzwischen sind 15 Länder betroffen – auch Deutschland gehört dazu.













