21. April 2023 / Aus aller Welt

Mutter und Tochter sollen Auftragskiller engagiert haben

Einer 69 Jahre alte Iranerin und ihrer 41 Jahre alte deutsch-iranische Tochter wird vorgeworfen, einen Killer engagiert zu haben. Jetzt sind sie angeklagt wegen versuchter Anstiftung zu Mord.

Außenaufnahme vom Landgericht Braunschweig. Dort droht zwei Frauen ein Prozess wegen versuchter Anstiftung zu Mord.
Veröffentlicht am 21. April 2023 um 14:44 Uhr

Eine Mutter und ihre Tochter sollen im niedersächsischen Wolfenbüttel einem vermeintlichen Auftragskiller 17.000 Euro für die Tötung des Ex-Freundes der Jüngeren bezahlt haben. Die beiden Frauen seien wegen versuchter Anstiftung zum Mord angeklagt worden, sagte Andy Belke von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Den Frauen droht ein Prozess am Landgericht Braunschweig.

Die 69 Jahre alte Iranerin und ihre 41 Jahre alte deutsch-iranische Tochter sollen den Ermittlern zufolge Ende vergangenen Jahres einen 33-Jährigen mit der Tötung des Ex-Lebensgefährten der Tochter beauftragt haben. Zum Schein sei der Bekannte auf das Angebot eingegangen, habe aber nie beabsichtigt, den Auftrag auszuführen. Nachdem die 17.000 Euro bezahlt waren, informierte der Mann die Polizei, die ein weiteres Treffen überwachte und die Frauen danach festnahm.

Nach der Trennung des Paares war es nach Angaben der Staatsanwaltschaft unter anderem zu einem Sorgerechtsstreit über ein gemeinsames Kind gekommen. Laut Anklage sollte der 36 Jahre alte Ex-Freund nach dem Willen der Frauen kein Sorge- oder Umgangsrecht bekommen. Der vermeintliche Auftragsmörder kannte das potenzielle Opfer nach Angaben der Ermittler nicht. Beide Frauen wurden am 2. Dezember festgenommen und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.


Bildnachweis: © Swen Pförtner/dpa
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