26. März 2023 / Allgemein

Sassenberg singt und tanzt im Regen

Schachtblumenmarkt am kompletten Wochenende verregnet

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Sassenberg singt und tanzt im Regen

Schachtblumenmarkt am kompletten Wochenende verregnet

Sagen wir’s mal so: Im nicht nur Cineasten bekannten Filmklassiker des Jahres 1952* singt und tanzt ein frisch verliebter Gene Kelly stapfend und auch galant durch den strömenden Regen der beschaulichen Hollywoodkulisse. Singin’ and dancin’ in the rain, herzt er sich so in das Gedächtnis der Zuschauer, die ihm alles Glück der Erde – und sicherlich ebenso trockene Handtücher und ein heißes Bad wünschen.

Ähnliche Wünsche werden auch manche Besucher, möglicherweise auch einige Aussteller, beim Sassenberger Schachblumenmarkt gehabt haben. Nix singin’, nix dancin’, zumindest die meiste Zeit über. In den Minuten der Eröffnung am Samstag hatte es Bindfäden geregnet. Nur kurz hielt Petrus inne, als die neue Schachblumenfee Lisa mit ihrer Elfe Anna-Lena vorfuhr. Anmut, Charme und Schönheit der beiden machten den Wettergott kurz stutzig, bis er sich dann doch für weiterhin verstärkte  Grundwasseranreicherung entschied.

Die Geschäftsleute konnten es gut finden. Statt wie in früheren Jahren auf den Sassenberger Straßen, fand das Hauptgeschehen 2023, beim ersten Schachblumenmarkt seit vier Jahren, hauptsächlich in den Geschäften statt.

Die hatten mit Aktionen und Attraktionen vorgesorgt. Im Möbelhaus Brameyer zeigte ein Showkoch wie sich Delikatessen auch mit relativ unkomplizierten Mitteln zubereiten lassen. Eine Ballonkünstlerin präsentierte aufgefallene Ideen und das Haus als solches neue und bekannte Trends in Sachen Wohnen.

Die Aussteller auf den Straßen hatten es da schon schwerer. Zwar wurden reichlich typische und untypische Imbissleckereien verzehrt, aber der große Run blieb aus. Keine Probleme hatte Dirk Beisert aus Warmsen, der seine Kettensägearbeiten ausstellte, die er aus Bruchholz, Treibholz oder Holz aus Sturmschäden herausarbeitet. „Immer nachhaltige Hölzer“, betonte Beisert, der schon rein optisch sicherlich die ideale Werbefigur eines Naturburschen abgeben würde.

So viel Naturbursche steckte allerdings nicht in den meisten der Besucher des Schachblumenmarktes. Die Trödler packten vorzeitig ein, manche waren, wie auch die meisten der erhofften Oldtimer gar nicht erst gekommen.

Selbst die neue Schachblumenfee wurde zur Eröffnung vermisst. Sie hatte allerdings einen sehr sympathischen Grund: Damit die Kids der vor ihr aufgetretenen Tanzgruppen nicht warten mussten, erfüllte sie erst brav alle Autogrammwünsche, bevor sie vors Publikum trat. Für zwei Jahre (mindestens) wird Lisa Pankewitsch die Hesselstadt bei vielerlei Anlässen würdevoll vertreten. Allein, mit ihrer Elfe Anna-Lena Lippert, oder ihrer zweiten Elfe, der gebürtigen Sassenbergerin Denise Schmedt. Letztere war am Samstag durchs Studium verhindert, begleitete Schachblumenfee Lisa dafür aber am Sonntag. Eine erste Einladung erhielten die Repräsentantinnen bereits. Sie stammt vom Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier (CDU). Er lud sie, sowie die ebenfalls anwesende amtierende Füchtorfer Spargelkönigin Laura I. Wessel, zu einem gemeinsamen Besuch in die Landeshauptstadt nach Düsseldorf ein. Gerne auch mit ehemaligen Amtsträgerinnen, worüber sich die am Samstag nach vier Jahren Amtszeit abgelöste bisherige Schachblumenfee Sarah Kraßort besonders freuen dürfte. Ihr waren in ihrer Amtszeit nur wenige offizielle Termine vergönnt gewesen, wie sie berichtete. Immerhin hatte sie bei den Spargelfrühlingen 2019 und 2022 sowie beim bundesweiten Königinnentreffen in Witzenhausen 2019 teilnehmen können.

Das charmante Auftreten der Repräsentantinnen zählte zu den Highlights des Wochenendes. Auch die verschiedenen Tanzvorführungen verdienen großes Lob, denn auf der Bühne war es für die jungen Tänzerinnen des KCK und des VfL ziemlich kalt. Warm war es dagegen in der Almhütte von Frank Otte. Sie war an allen drei Tagen ein Besuchermagnet, so wie auch die Gruppe „aKUSTIK hELDEN“; die den Sassenbergern am Samstagabend mit nur drei Personen und akustischen Instrumenten bewies, dass für einen tollen Abend nicht unbedingt ein Riesenequipment notwendig ist. Tanz und gute Stimmung blieben nicht aus.

*= „Singin' in the Rain“, 1952, Metro-Goldwyn-Mayer (MGM

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