14. Oktober 2019 / Allgemein

Danach war eitel Sonnenschein

Sonntag beim Freckenhorster Herbst

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Danach war eitel Sonnenschein

Das hätte ganz knapp schief gehen können: Ausgerechnet am Vormittag, wenn sich die Menschen entscheiden ob sie den Sonntag lieber draußen oder auf der Couch verbringen wollen, wurde das Wetter für kurze Zeit schauerlich. Der Freckenhorster Herbst zeigte, das neben der Orts- auch die Zeitangabe in seinem Namen stimmt. Glücklicherweise waren um die Zeit bereits viele Menschen unterwegs und die Himmelsduschen dauerten nicht lange, so dass zwar immer wieder Plastikplanen zum Einsatz kamen, die aber nach kurzer Zeit ihren Dienst endgültig erledigt hatten.

Danach war eitel Sonnenschein und die Stiftsstadt trug wieder einmal das spannende Flair intensiver Besucherströme, wie sie auch die Großstadt – allerdings öfter – erlebt. Menschenmassen durchstreiften die „zwei Kilometer lange Fußgängerzone“, wie Christian Murrenhoff, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, es ausdrückte. Der Werbegemeinschaft muss auch der Dank für das alljährliche Spektakel gelten, denn sie übernimmt die Organisation und koordiniert die ebenfalls dankenswerten Aktionen der vielen Vereine und Gruppierungen. Auch auf diesen Umstand ließ Murrenhoff eine kleine Spitze los: „Amazon tut nix dabei, also kaufen Sie vor Ort“, animierte er die in seiner Rede beim bayerischen Frühschoppen die Besucher, die heimische Wirtschaft zu unterstützen.

Diese Leistung konnten sie am Sonntag zumindest für die Gastronomie und viele Vereinskassen erbringen. Es war überall, wie man sagt, proppenvoll und die Trödler und Händler meist zufrieden. Das überreiche Angebot der weit über 700 Trödler – von denen nur ganz wenige beim Regenschauer die Segel strichen – wurde ergänzt durch vielerlei weitere Aktivitäten. Selbst aus dem fernen Frankreich hatte sich Gendarme François Cruchot auf den Weg gemacht, die Besucher zur Räson zu bringen. Clown Pichel bespaßte Kinder und Erwachsene und die Stelzenperformerin „Aurora“ ließ mit ihrer Performance die Besucher nach oben schauen.

Da waren zwar mitunter noch Wolken, aber kein Regen mehr zu sehen. Aber auch bei Sonnenschein war der bayerische Frühschoppen bis in den Nachmittag gut besucht. Die kleine Gewerbeschau gleich nebenan konnte ebenfalls gute Besucherzahlen verzeichnen. Lutz Woge vom „EMS-Kraftwerk“ beispielsweise freute sich stellvertretend für seine Zeltnachbarn über die vielen interessierten Gespräche.

Am meisten Spaß hatten allerdings die junge Generation. Denn ein großer Teil der angebotenen Waren waren Spiel-Waren. Und dann war da ja auch noch die kleine aber feine Kirmes, die Freckenhorst sich unbedingt auch für die Zukunft erhalten möchte.

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