5. August 2023 / Allgemein

Kolodzeis Familien(schützen)fest

Schützenfest "Hinter den drei Brücken"

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Kolodzeis Familien(schützen)fest

Hand aufs Herz: Wenn Ihre Mutter 90 würde, welches Geschenk würde sich da wohl eignen? Gerd Kolodzei hat sich dazu schon vor mehr als einem Jahr Gedanken gemacht und ein ganz besonderes Geschenk gefunden. Denn er wusste, dass das Schützenfest Hinter den drei Brücken auf den 5 August 2023 fallen würde, den 90. Geburtstag seiner Mutter Edith Christel Kolodzei, die am 5. August 1933 geboren wurde und seit 1989 in Warendorf lebt.

Er fasste einen kühnen Plan: Wenn er 2022 König wird, dann kann er seine  zu seinem letzten Tag als König als Ehrengast einladen. Gesagt, getan. Gerd Kolodzei wurde König und „King Mum“ bei der Parade am Samstagmittag mit allen Ehren auf der Dreibrückenstraße begrüßt und von den Schützen mit „Hoch soll sie leben“ gefeiert. Mit einem Blumenstrauß in der Hand stieg sie in die Königskutsche, die sie zum Lohwall brachte.

Zuvor musste sie noch ein Weilchen warten, denn das traditionelle Antreten stand auf dem Programm. Das fand, statt wie bisher vor dem ehemaligen Hotel Mersch, verkehrstechnisch wesentlich besser beherrschbar vor dem Pfarrheim der Josefskirche statt. Für den erkrankten Hennes Bußmann begrüßte Vize Jürgen Rüsel die angetretenen Schützen. „Ehrengarde – ihr seht gut aus in euren neuen Jacken“, konstatierte er und lobte zudem die Damengarde als „Zierde wie immer“. Er ging auf das Vorjahr ein, das mit Jubiläum und Kreisehrengardentreffen eine Herausforderung gewesen sei, die gut gemeistert wurde. Er sprach ebenfalls die Veränderungen beim Ablauf des Schützenfestes an, das erstmalig auf dem Oberen Lohwall gefeiert wurde. Und er lobte das Zusammenspiel von Gerd Kolodzeis Thron mit den jüngeren Mitgliedern im Verein mit den markanten Worten: „Alter Sack und junges Blut, tut dem ganzen Norden gut!“. Traditionen zu bewahren und zugleich Veränderungen zu wagen mache den Schützenverein zukunftsträchtiger.

Grüße an das „Hochfest im Norden unserer Stadt“ überbrachte die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser. Es sei eins von 12 Schützenfesten im Ort, sagte sie und der Zwischenruf „das Beste!“ war zu erwarten. Sie lobte die menschenverbindende Arbeit des Vereins und betonte: „Gemeinsamkeit ist das oberste Gebot eines solchen Festes!“

Das seine ersten Stunden, nach dem bereits fulminant gefeierten ersten Abend am Freitag, in trocken, mildem Wetter erlebte, so dass das Königsschießen eine große Zuschauerzahl anlockte. Zunächst spannend, danach etwas zäh, weil der Vogel nicht nachgeben wollte, zog sich der Dreikampf zwischen Anne Loers, Johannes Schöttler und Jan Kolodzei, dem Sohn des amtierenden Königs, bis 17:21 Uhr hin, als Kolodzei mit dem 446 Schuss in die Fußstapfen seines Vater trat. Damit wurde er zum ersten König in der Vereinsgeschichte der die Königskette aus den Händen seines eigenen Vaters erhält.

Dies musste – eine Seltenheit in der Vereinsgeschichte und absolut nicht geplant – im Zelt erfolgen, weil der Regen während der Krönungsfeierlichkeiten den Lohwall durchnässte. Improvisiert aber rundum passend gelang es dem Vorstand dem Abend einen würdevollen Verlauf zu geben, bei dem alle Beteiligten viel Spaß hatten. Henry Brümmer und Lisa Scheibe, Till Rüsel und Judith Wald, Malte Stukenbrok und Anika Niemeyer, Leon Bernzen und Jana Boek Christian und Ann-Christin Laus sowie Johannes Schöttler und Nadja Brüssow bilden die Throngesellschaft von Jan Kolodzei, der als Königin selbstverständlich sein Angelika „Angie“ Krause wählte.

Unter der musikalischen Begleitung von „musica è“ feierten die Schützen noch einen grandiosen Festball.

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