24. Dezember 2022 / Allgemein

Stufentreffen machen die City zur Partymeile

Vom Absolautismus zum Cliquenbaby dauert es zehn Jahre

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Veröffentlicht am 24. Dezember 2022 um 06:28 Uhr

Stufentreffen machen die City zur Partymeile

Vom Absolautismus zum Cliquenbaby dauert es zehn Jahre

Wie lange es die Tradition bereits gibt, weiß wohl keiner so genau...  An die 30 Jahre dürften es allerdings sein. Einen Tag vor Heiligabend sind in der Emsstadt Stufentreffen angesagt und da geht aus, wer kann und mag. In den Gaststätten Warendorfs herrscht der Ausnahmezustand. Die Treffen haben mittlerweile richtigen Kultcharakter bekommen. Kaum lässt sich in die Kneipen hereinkommen, geschweige denn wieder hinaus. Bereits um 21 Uhr sind die meisten Gaststätten brechend voll. Die jungen Menschen sind gut gelaunt und freuen sich, mit ehemaligen Klassenkameraden zu plaudern und ein Bierchen zu trinken. Was machst du so, geht’s mit dem Studium vorwärts? Wie siehts im Beruf aus? Solche und ähnliche Fragen brennen einen Tag vor dem Fest natürlich unter den Nägeln.

Vor zehn Jahren hatte sich eine Gruppe ehemaliger Laurentianer das Abi-Motto „Laupokalypse – nach uns die Sinnflut” auf die Fahne geschrieben. Rund 70 der 130 Abiturienten trafen sich dieses Mal bereits am Nachmittag. Ein Besuch der alten Penne stand auf dem Plan und damit auch zum ersten Mal die Einsicht in die Abiturklausuren.  Um über alte Zeiten zu schnacken, hat man für den Abend dann den Königsgarten angemietet. „Wir sind eine verhältnismäßig infantile Gruppe“, so der nicht ganz ernst gemeinte Kommentar der alten Laurentianer. Von anderen Ehemaligen haben man erfahren, dass viele bereits eine Familie gegründet hätten. „Das steht bei uns noch aus.“

Die Studienrichtungen der Ehemaligen sind natürlich so bunt wie das Leben: Von Lehramt über Gesang bis zu Medizin und Bauingenieurwesen ist alles dabei. Der Elektroingenieur Benedikt zum Beispiel hat seine Masterarbeit am Forschungszentrum Jülich in Zusammenarbeit mit Bosch erarbeitet. Sein Steckenpferd ist die künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit seinen Kollegen ist er in der Alten Frieda eingekehrt, um alte Zeiten wieder aufleben zu lassen. „Wir sind noch das originale Lau“, so der Tenor der Jungs, die 2015 ihr Abitur absolviert haben.

Das Motto „Absolautismus – von der Zweiklassengesellschaft zur vereinten Elite hat der Jahrgang des Laurentianums von 2013 bis heute verinnerlicht. Anfangs war das etwas sperrig. Heute merken wir, dass es passt. Als Treffpunkt für den 23. Dezember hatte sich die Doppelstufe das Alte Gasthaus Wiese ausgesucht. Viele sind in der Region geblieben und das erste „Cliquenbaby“ (sechs Wochenalt) gibt es auch bereits.

Doch nicht nur ehemalige Gymnasiasten trafen sich am Tag vor den Feiertagen. Alex, Linus, Jordi und Christian zum Beispiel trainieren gemeinsam im Iron Bear Gym und ließen am Freitag in der Bar One „die Sau raus“. Ihr Motto passten sie an den Abend an : „Keine Resultate, sondern Präparate“. Und für einen guten „Pump“ darf man auch einmal im Jahr über die Stränge schlagen. „Konspirative“ Treffen gab's natürlich auch im Gasthaus zur Sonne und im Alten Gasthaus Porten Leve.   

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