11. Juli 2020 / Allgemein

Mit Strand, Kletterwand, Wellenrutsche und neongrünem Wasser zurück in die Zukunft

Ennigerlohs Naturfreibad am Samstag offiziell eröffnet

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Mit Strand, Kletterwand, Wellenrutsche und neongrünem Wasser zurück in die Zukunft

Ennigerlohs Naturfreibad am Samstag offiziell eröffnet

Ennigerloh (ap). Klares Wasser, ein kleiner Strand, der Geruch nach Pommes und Sonnencreme – was braucht es mehr für ein tolles Urlaubsgefühl? Dank bürgerschaftlichen Engagements, darf sich die Drubbelstadt über ein ganz besonderes Aushängeschild freuen: Am Samstag wurde - 90 Jahre nach der ersten Idee, 81 Jahre nach dem 1. Spatenstich und 3153 freiwilligen Arbeitsstunden - das frisch sanierte Naturfreibad offiziell von Bürgermeister Berthold Lülf, Prominenz aus Stadt. Verwaltung und Politik, dem Förderverein sowie Bürgern eröffnet. Nur mit dem klaren Wasser hat es nicht ganz geklappt - es leuchtete in Neongrün. Grund dafür war ein vorausgegangener Test, bei dem dem Wasser eine harmlose Farbsubstanz zugesetzt wurde. Die verflüchtigt sich normalerweise bei Sonnenschein nach rund zwei Tagen, das Wetter machte dieses Mal jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Grundsätzlich stand das Naturfreibad bereits zweimal auf der Kippe. Engagierten Bürgern ist es zu verdanken, dass dieses Filetstück nicht zum Bauplatz für hochwertiges Wohnen für eine gut betuchte Klientel wurde, sondern der Allgemeinheit und damit auch finanziell nicht so gut ausgestatteten Bürgern zugute kommt. Und den Ennigerlohern ist sogar ein echtes Meisterstück gelungen, dass im weiten Umkreis seinesgleichen sucht. Das Naturfreibad bietet nicht nur einen barrierefreien Zugang, sondern ebenso einen kleinen Sandstrand mit Palmen und Strandkörben, einen Sprungturm, eine Breitwellenrutsche, sowie Bereiche für Kleinkinder und Nichtschwimmer. Ein Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich die Kletterwand, die es nur hier gibt. Vorbildlich ist ebenso die biologische Wasseraufbereitungsanlage, die gänzlich ohne chemische Substanzen auskommt. Zukünftig wird das Naturfreibad dann noch zum Stromproduzenten mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Komplettiert wird das Bad dann später noch mit einem Kiosk (aktuell gibt es eine mobile Lösung) und einer Fasssauna.

„Lasst uns im Glück schwimmen, statt in der Arbeit untergehen“, sagte Bürgermeister Bertold Lülf, der seinen Dank unter anderem an den Förderverein, die Betriebsleiterin Alla Quast sowie an die Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) und Bernhard Daldrup (SPD) richtete. „Eigentlich wollten wir es ja richtig krachen lassen. Das holen wir dann im kommenden Jahr nach“, sagte Lülf, der ein großes Fest der Gemeinsamkeiten in Aussicht stellte. „Nach der Arbeit schnell ins Freibad fördert auch die Volksgesundheit. Hier ist etwas Großartiges entstanden, etwas von außergewöhnlicher Bedeutung“, sagte Reinhold Sendker in seinem Grußwort. Bernhard Daldrup lobte vor allem das völlig neue Konzept, dass im Kreis und der Region einzigartig sei. Daldrup hob zudem hervor: „Es ist unbedingt notwendig, dass man von Kindesbeinen an Schwimmen lernt. Und dafür brauchen wir so eine Infrastruktur wie hier.“

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