2. Februar 2022 / Aus aller Welt

Großeinsatz wegen vermisstem Hund in Herne

Sieben Einsatzfahrzeuge und 24 Feuerwehrleute plus THW-Unterstützung: Für die stundenlange Suche nach einem Mischlingshund wird in Herne richtig viel aufgefahren.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW graben auf der Suche nach Mischlingshund

Ein kleiner Mischlingshund namens «Jucy» hat am Dienstagabend in Herne einen mehrstündigen Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk bis in die frühen Morgenstunden ausgelöst.

Gegen 20.00 Uhr hatte sich eine Frau per Notruf an die Feuerwehr gewandt, um das Verschwinden ihres Lieblings in einem Dachs-, Fuchs- oder Hasenbau zu melden. Nach Angaben vom Mittwoch beorderte der Feuerwehreinsatzleiter zunächst schweres Gerät in das unwegsame Gelände der Regenrückhaltebecken am Lütge Bruch.

Zwei geländegängige Fahrzeuge fuhren zunächst auf das Gebiet zwischen Rhein-Herne-Kanal und A42. Verstärkung wurde gerufen, ein Bagger des THW rollte an. Mit vereinten Kräften gruben sich die Feuerwehrkräfte per Hand, Spitzhacke und Schaufel zu der Position, an der das Tier zuletzt gesehen und vermutet wurde, wie es hieß. Da der Hund beim Graben nicht anschlug, hob der Bagger einen großen Teil Erde aus dem Boden, um an die unterirdischen Gänge zu gelangen. Auch ein weiterer Hund der Halterin suchte schnüffelnd mit - vergebens. Der Mischling blieb wie vom Erdboden verschluckt.

Als letzte Option rückten Mitarbeiter der Herner Stadtentwässerung mit einer Kanalkamera an. Hasenbauten wurden mit der Spezialkamera durchleuchtet - das Tier aber blieb unauffindbar. Nach sechsstündigem Einsatz, an dem sieben Feuerwehrfahrzeuge, 24 Einsatzkräfte der Feuerwehr, sechs THW-Helfer, die die geschlauchten Einsatzkräfte mit Verpflegung versorgten, sowie zwei Mitarbeiter der Stadtentwässerung beteiligt waren, wurde die Suche erfolglos abgebrochen. Die Feuerwehr riet der Hundehalterin, am helllichten Tag noch einmal zum Gelände zu gehen, um nach ihrem Hund zu suchen.

Und tatsächlich tauchte dieser dann am Mittwochmorgen wieder auf - und zwar in einem Gelsenkirchener Tierheim. «Als Fundsache», so die Auskunft der Stadt Herne, sei er dort gelandet und später mit Fotos als das vermisste Tier identifiziert worden. Die glückliche Besitzerin konnte ihren Liebling wieder in die Arme schließen. Ob der Ausreißer überhaupt jemals durch die Herner Unterwelt streifte oder schlicht überirdisch ausbüxte, konnte nicht ermittelt werden. «Der Hund wollte sich dazu nicht äußern», sagte eine Stadtsprecherin.


Bildnachweis: © Markus Gayk/dpa
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