30. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Hotelbrand in Kambodscha: Zahl der Toten gestiegen

Mehr als 100 Menschen wurden bei dem Inferno verletzt. Jetzt wurden weitere Leichen entdeckt - und noch immer werden viele Menschen vermisst.

Kambodschanische und thailändische Rettungsexperten im Einsatz.

Die Zahl der Toten bei dem verheerenden Feuer in einem Kasino-Hotel in Kambodscha ist auf mindestens 24 gestiegen. Die Einsatzkräfte hätten am Freitag in Hotelzimmern weitere Leichen entdeckt, berichtete der US-Sender CNN. Dutzende weitere Menschen würden noch vermisst, sagte ein Sprecher der Provinz Banteay Meanchey.

Die Behörden versuchten derzeit, die Nationalitäten der Opfer zu klären. Viele kamen offenbar aus dem benachbarten Thailand. Die Grenze liegt nur wenige Hundert Meter von dem Hotel in der Stadt Poipet entfernt.

Der Brand sei wahrscheinlich durch einen Kurzschluss ausgelöst worden, berichtete die Zeitung «Khmer Times». Das 17-stöckige Grand Diamond City Hotel and Casino sei für die Weihnachts- und Silvesterfeierlichkeiten mit zahlreichen Lichtern dekoriert gewesen. «Wahrscheinlich waren die komplexen elektrischen Leitungssysteme dadurch überlastet», erklärte ein Behördensprecher.

Mehr als 100 weitere Gäste und Angestellte des Hotels wurden den Einsatzkräften zufolge teils schwer verletzt. Die meisten Todesopfer seien an Rauchvergiftungen oder an Verletzungen gestorben, die sie sich bei Sprüngen aus dem brennenden Gebäude zugezogen hätten, sagte der Gouverneur von Poipet, Keat Hul.

Großeinsatz in Poipet

Hunderte Einsatzkräfte hatten mehrere Stunden gebraucht, um das Inferno unter Kontrolle zu bringen. Feuerwehr und Polizei versuchten mit Kränen und Hubschraubern, eingeschlossene Menschen zu befreien. Am Donnerstagabend hatten sie die Rettungsarbeiten unterbrochen, da es Befürchtungen gab, dass das ganze Gebäude einstürzen könnte.

Das Hotel an der Grenze war vor allem bei Thailändern sehr beliebt, da Glücksspiel in ihrem Land verboten ist. Poipet hat rund 100.000 Einwohner und liegt 350 Kilometer von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh entfernt.


Bildnachweis: © Heng Sinith/AP/dpa
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